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"Jesus Christ Superstar" feiert Premiere in Augsburg | BR24

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Andrew Lloyd Webber landete 1971 mit der Uraufführung seiner Rockoper "Jesus Christ Superstar" in New York einen großen Erfolg. Jetzt kommt das Musical nach Augsburg: Am Samstag ist Premiere.

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"Jesus Christ Superstar" feiert Premiere in Augsburg

Ein Hauch von Broadway in Schwaben: Das Augsburger Staatstheater zeigt den Musical-Klassiker "Jesus Christ Superstar" von Andrew Lloyd Webber. Und das unter freiem Himmel! Auch fürs Bühnenbild haben sich die Macher etwas Besonderes einfallen lassen.

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„Jesus Christ Superstar“ ist eine Rockoper aus den frühen 70er Jahren. Andrew Lloyd Webber hat damit am Broadway einen großen Erfolg gefeiert. Mehr als 700 Mal ging in New York der Vorhang für die Original-Inszenierung auf. Jetzt kommt das Musical nach Schwaben: Am Samstag ist Premiere auf der Freilichtbühne am Roten Tor in Augsburg.

Klassiker von Andrew Lloyd Webber

Mit diesem Klassiker des Musiktheaters hat Webber den Versuch unternommen, die letzten Tage Jesu in packende Rhythmen und berührende Melodien zu fassen. Eine biblische Erzählung im Flowerpower-Gewandt - und aus Sicht von Regisseur Cusch Jung nach wie vor aktuell.

Jung spricht von einer "wahnsinnig spannenden Geschichte." Allerdings will er nicht die Bibel nacherzählen, sondern die Passionsgeschichte als Geschichte der Liebe erlebbar machen. Ein Beispiel: die Liebe von Maria Magdalena zu Jesus.

Hauptdarsteller will Jesus als Mensch zeigen - nicht als Superstar

Die Hauptrolle spielt Markus Neugebauer. Der gebürtige Wiener will vor allem die menschliche Seite von Jesus Christus zeigen. Und die Zuschauer einladen, sich "Zeit zu nehmen für ein Stück, das fantastisch und berührend komponiert und geschrieben worden ist."

Maria Magdalena steht laut Darstellerin für viele Frauen

Da ist er sich mit seiner Kollegin Sidonie Smith einig. Die US-Amerikanerin hat lange in Deutschland gelebt und bringt wie Neugebauer eine Menge Musical-Erfahrung mit. Jetzt tritt Smith in Augsburg als Maria Magdalena auf. Eine Figur, die nach Ansicht der Sängerin nicht in erster Linie die Sünderin ist, wie sie in der Überlieferung geschildert wird: "Sie ist einfach ein Mensch. Sie steht für viele Frauen." Maria Magdalena habe beispielsweise auch eine mütterliche Seite, der sie Ausdruck verleihen wolle. Und dann die Zuneigung zu Jesus: Das sei "Liebe - wahre Liebe!"

Bühnenbild in der Freilichtbühne erinnert an antikes Theater

Die Freilichtbühne am Roten Tor eignet sich gut als Rahmen für große Gefühle: Die Kulisse erinnert an ein antikes Theater aus Sandstein. Links und rechts ragen mächtige Säulen in den Himmel. Man fühlt sich in die Zeit von Jesus Christus zurückversetzt. Und gerade das schafft einen reizvollen Kontrast zu den Broadway-Melodien, die das Musical zu bieten hat.

Mehr Infos zum Stück und alle Aufführungstermine gibt es hier.