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Bruno Theil auf der Bühne mit seiner Band Rattlesnake Torpedos
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Bruno Theil auf der Bühne mit seiner Band Rattlesnake Torpedos

Der Unfall, der Bruno Theils Leben zerstört, ist 40 Jahre her. Ein Auto nimmt ihm auf dem Weg zur Arbeit die Vorfahrt. Schwer verletzt überlebt er. Fast nichts an seinem Körper bleibt heil. Als er aus dem Koma aufwacht ist klar: er ist querschnittsgelähmt und wird im Rollstuhl sitzen. Damals ist er 21 Jahre alt.

Suizidgedanken und Drogen

Es folgen Suizidgedanken, er betäubt sich mit Alkohol, am Ende mit Heroin. Doch irgendwann entscheidet er sich doch für das Leben. Und er beschließt, sich eine Welt zu schaffen, in der er leben will und kann. Es ist klar, dass diese Welt mit Musik zu tun haben soll. Denn seine Arme kann er noch bewegen und seit seiner Jugend spielt er Klavier und Orgel, später lernt er Gitarre. Er eröffnet schließlich eine Countrykneipe in München-Feldmoching und gründet eine Band.

Erster Rollstuhlfahrer Deutschlands mit Pilotenschein

Sein großer Traum - neben der Musik - ist das Fliegen. Erst sagen alle, das geht nicht. Doch Brunos Wille zu fliegen ist stärker. Er findet einen Fluglehrer, der wie er an seinen Traum glaubt. 25 Jahre nach seinem Unfall meldet sich Bruno zur Pilotenprüfung an. 2007 hebt er zum ersten Mal mit seiner eigenen Cessna ab. Für ihn selbst ein Wahnsinn, wie er sagt. Er fühle sich wie Phönix, der sich aus der Asche erhebt und fliegen kann. "Ich, der am Boden schon fast wie ein Reptil kriechen muss, kann auf einmal selbstständig fliegen. Das ist für mich das Höchste." Aber woher nimmt er seine positive Lebenseinstellung?

Unser Leben ist wie der Weg zum Schafott. Wir gehen alle irgendwann zur Guillotine. Der Weg dahin kann dornig sein, er kann auch kurz sein, es kann regnen oder nicht. Aber den Weg soll man mit Freude gehen. Jeder Tag ist gut. Das Leben ist einfach sehr viel wert!

Mehr zum Thema "Leben heißt anfangen" sehen Sie am 20. März 2019 in STATIONEN im BR Fernsehen und in der BR Mediathek.