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Neue Adresse in Israel

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    "Jeckes"-Museum in Israel: Auswärtiges Amt gibt eine Million

    Die Zukunft des "Jeckes"-Museum in Israel stand zuletzt in den Sternen. Klar war, das Museum muss umziehen, klar war auch: Eine wichtige Förderung war ausgelaufen. Unklar war: Wer springt ein? Jetzt verspricht das Auswärtige Amt Rettung.

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    • BR24 Kultur

    Noch in diesem Monat muss das gemeinnützige Museum im Industriepark Tefen ganz im Norden Israels, das seit 1968 an Kultur und Leben der deutschen Einwanderer, die "Jeckes", erinnert, umziehen. Doch eine neue Heimat für die Exponate gab es bisher nur in der Theorie. Das kunsthistorische "Hecht"-Museum an der Universität Haifa müsste erst noch umgebaut werden.

    Ziel: langfristige Planungssicherheit

    Deshalb intensiviert das Auswärtige Amt seine Förderung nun: "Das Auswärtige Amt wird dem Jeckes-Verband eine Million Euro zusätzliche Unterstützung für den Erhalt des Jeckes-Museums und für die Finanzierung seines Umzuges an die Universität Haifa zur Verfügung stellen", erklärte das Ministerium am Mittwoch in Berlin.

    Mit den zusätzlichen Mitteln soll der Erhalt des Museums langfristig gesichert werden. Das Außenamt hatte zuvor bereits eine Anschubfinanzierung in Höhe von 200.000 Euro mit Bezug zum Jubiläumsjahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" zugesagt.

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    Ruthi Ofek, Museumsdirektorin im Archiv

    Neuer Lern- und Begegnungsort an der Uni

    Das "Museum des Deutschsprachigen Judentums" wurde von Israel Shiloni gegründet und präsentiert Tagebücher, Briefe, offizielle Dokumente von Juden, die seit den zwanziger Jahren nach Palästina auswanderten. Getragen wurde diese Einrichtung bis in die jüngste Zeit vor allem durch Zuwendungen der aus Deutschland stammenden Unternehmerfamilie Wertheimer. Diese Förderung ist ausgelaufen.

    Perspektivisch ist jetzt der Umzug des Museums an die Universität Haifa geplant. Dort soll es ins Universitätsmuseum eingegliedert und langfristig zu einem Lern- und Begegnungsort fortentwickelt werden. Zuletzt hatte sich der bayerische Antisemitismus-Beauftragte Ludwig Spaenle (CSU) für mehr deutsche Unterstützung zum Erhalt des "Jeckes"-Museums ausgesprochen.

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