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"Jean-Luc Picard": Schauspieler Patrick Stewart wird 80 | BR24

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Stewart in seiner wohl bekanntesten Rolle: als Captain Jean-Luc Picard auf der "Enterprise"

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    "Jean-Luc Picard": Schauspieler Patrick Stewart wird 80

    Labour-Sympathisant mit Playboy-Vita und Shakespeare-Vorliebe - weltberühmt aber hat den Schauspieler Patrick Stewart in seiner Karriere vor allem eine Kult-Rolle gemacht: die des Raumschiffkapitäns Jean-Luc Picard.

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    Von
    • Imke Köhler
    • BR24 Redaktion

    Diese Rolle hat ihn berühmt gemacht: Patrick Stewart als Captain Jean-Luc Picard in "Star Trek: The Next Generation", jener Kult-Serie, die in Deutschland Anfang der 1990er-Jahre unter dem Titel "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" ihre Fangemeinde fand. Für Stewart brachte die Serie den internationalen Durchbruch.

    Kult-Captain aus bescheidenen Verhältnissen

    1940 in Mirfield in West Yorkshire geboren, wuchs Patrick Stewart als Sohn einer Weberin und eines Soldaten auf. Der Vater, der offenbar unter einem Kriegstrauma litt, war gewalttätig, das Leben ärmlich, das Kleinstadtmilieu langweilig. Was blieb, waren die Auszeiten im Kino.

    "Samstagvormittags bin ich ins Kino gegangen. Wo ich aufgewachsen bin, wusste man nicht viel von der Welt da draußen. Egal was gezeigt wurde – Western, Science-Fiction oder Krimi – es hat meinen Horizont erweitert. In meinem Elternhaus gab es keine Bücher. Es waren Filme, die mir die Welt näher gebracht haben." Schauspieler Patrick Stewart

    Schauspielkarriere zwischen Star Trek und Shakespeare

    Stewarts eigene Filmografie ist heute lang, aber es sind im Wesentlichen zwei Dinge, die seine Karriere geprägt haben, zwei Dinge, die gar nicht zusammenzupassen scheinen, aber Stewart umso interessanter machen: seine Science-Fiction-Rolle als Captain Picard und seine Liebe zu Shakespeare. Seinetwegen, sagt Stewart, sei er überhaupt Schauspieler geworden. Er wollte Shakespeare spielen.

    "A Sonnet A Day" ... keeps the doctor away

    Mit zwölf Jahren schon hat Stewart angefangen, Theater zu spielen. Seit 1966 ist er Darsteller der Royal Shakespeare Company. Für seine Verdienste ums Drama ist er sogar von der Queen zum Ritter geschlagen worden. Und in diesem Frühjahr hat er – um im Lockdown keine Tristesse aufkommen zu lassen – damit begonnen, Shakespeares Sonette auf Twitter unter #ASonnetADay vorzutragen.

    Politisch liberal, privat umtriebig

    Stewarts Liebe zu Shakespeare ist dabei beständiger als die zu seinen Frauen – inzwischen ist er zum dritten Mal verheiratet, aktuell mit der 38 Jahre jüngeren Sängerin Sunny Ozell. Politisch ist der Schauspieler und Produzent schon länger eindeutig positioniert: Er ist Mitglied der Labour-Partei und hat in den vergangenen Jahren, als noch die Chance bestand, den Brexit abzuwenden, für ein zweites Referendum gekämpft. Seine Wertschätzung für die EU ist eng mit seiner Lebenserfahrung verknüpft, sagt er:

    "Ich bin ein Kriegskind. Als ich anfing, meine Umwelt wahrzunehmen, waren viele Dinge nicht gut. Als Großbritannien dann der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beigetreten ist, war das einer der aufregendsten Tage meines Erwachsenenlebens." Patrick Stewart

    Ab September Dreharbeiten für "Star Trek: Picard"

    Auch wenn er den Brexit nicht aufhalten konnte: Stewart möchte in seiner Heimat irgendwann wieder Shakespeare aufführen, zunächst einmal wird er aber ab September für "Star Trek: Picard (season 2)" vor der Kamera stehen. Shakespeare und Star Trek: Es sind die beiden großen Themen seiner Karriere.

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