Zurück zur Startseite
Kultur
Zurück zur Startseite
Kultur

Jan-Ole Gerster erhält den Förderpreis für die beste Regie | BR24

© dpa/picture-alliance

Regisseur Jan-Ole Gerster

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Jan-Ole Gerster erhält den Förderpreis für die beste Regie

Auf dem Filmfest München wird mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino der Nachwuchs ausgezeichnet. Der Preis für die beste Regie ging an Jan-Ole Gerster. Gleich zwei Auszeichnungen gingen an das Scheinehe-Drama "Es gilt das gesprochene Wort".

Per Mail sharen

Damit hatte er nicht gerechnet: Jan-Ole Gerster hat am Freitagabend auf dem Münchner Filmfest den Förderpreis für die beste Regie erhalten. Jetzt sei seine berufliche Karriere unwiderruflich mit dem Filmfest verknüpft, sagte Gerster bei seiner Dankesrede. Sieben Jahre zuvor hatte er für seinen Debütfilm "Oh boy" in München den Förderpreis für das beste Drehbuch erhalten.

Dieses Jahr wurde sein neuer und insgesamt erst zweiter Spielfilm "Lara" ausgezeichnet. Corinna Harfouch spielt in der BR-Koproduktion eine sozial isolierte Frau, pensioniert, geschieden und von ihrem einzigen Sohn, einem Pianisten, entfremdet. An ihrem 60. Geburtstag möchte sie sein Solokonzert besuchen. Ein Vorhaben, das nicht nur für sie zum einschneidenden Erlebnis wird.

© Filmfest München 2019

Corinna Harfouch in einer Szene aus "Lara"

Die unabhängige Jury, zusammengesetzt aus Schauspielerin Melika Foroutan, Produzentin Claudia Steffen und Produzent Alfred Holighaus, lobte unter anderem die Inszenierung des Films. Diese sei "auffällig, aber nicht aufdringlich formbewusst".

Zwei Auszeichnungen für "Es gilt das gesprochene Wort"

Gleich zwei Preise erhielt das Scheinehe-Drama "Es gilt das gesprochene Wort": Der kurdische Darsteller Oğulcan Arman Uslu erhielt für sein Leinwanddebüt den Preis für die beste Schauspielleistung. Nils Mohl und Ilker Çatak erhielten den Preis für das beste Drehbuch.

Die Auszeichnung für die beste Produktion ging an Martin Lischke und die via Crowdfunding finanzierte Komödie "Leif in concert". Mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 70.000 Euro gehört der Förderpreis Neues Deutsches Kino zu den höchstdotierten Nachwuchsauszeichnungen in Deutschland.

© BR

Förderpreis Neues Deutsches Kino: Die Preisträger posieren für die Fotografen

Margot Hielscher Preis für den Franzosen Louis Garrel

Mit 10.000 Euro dotiert ist der erstmals verliehene Margot Hielscher Preis. Er geht im Rahmen des Filmfests an Künstler und Künstlerinnen, die bereits in jungen Jahren mit ihrem Können auffallen. Hielschers Neffe und Preisstifter Peter Graf von Schall-Riaucour überreichte den Preis am Mittwochabend dem französischen Schauspieler und Filmemacher Louis Garrel, der auf dem Filmfest auch seine neue Regiearbeit "L’homme fidèle" präsentierte.

In Gedenken an die 2017 verstorbene Schauspielerin und Schlagersängerin Margot Hielscher traten bei der Gala Alice und Ellen Kessler auf, Götz Alsmann begleitete die Zwillinge am Flügel.

© BR

Louis Garrel hält den Margot Hielscher Preis in Händen