BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Leiter widerspricht: Hofer Filmtage kein Superspreader-Event | BR24

© picture alliance/Nicolas Armer
Bildrechte: picture alliance/Nicolas Armer

Ein Arzt behauptet, die Hofer Filmtage seien für die hohe Anzahl an Corona-Infizierten in der Stadt verantwortlich. Der Leiter widerspricht.

Per Mail sharen

    Leiter widerspricht: Hofer Filmtage kein Superspreader-Event

    Ein Arzt aus dem Landkreis Hof behauptet, die Hofer Filmtage seien für die hohe Anzahl an Corona-Infizierten in der Stadt Hof verantwortlich. Der Leiter des Festivals widerspricht dem nun.

    Per Mail sharen
    Von
    • Simone Schülein

    Der Leiter der Hofer Filmtage, Thorsten Schaumann, hat zu dem Vorwurf eines Rehauer Arztes Stellung bezogen, wonach das Festival im Oktober der Auslöser für die derzeit hohen Corona-Infektionszahlen in der Region gewesen sei. Auf BR-Nachfrage sagte Schaumann: "Wir sind alle gesund in das Festival rein- und auch wieder rausgegangen".

    Schaumann: Keine einzige Infektion bekannt

    Schaumann sagt, ihm sei kein Fall bekannt, wo es im Kino oder im Umfeld der Hofer Filmtage zu einer Infektion gekommen sei. Deshalb habe es ihn auch überrascht, dass jemand zwei Monate später das Gegenteil behaupte.

    Arzt sieht Filmtage als Grund für hohe Infektionszahlen

    Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge in der Stadt Hof derzeit bei einem Wert von 421. Der Arzt Andreas Pötzl aus Rehau im Landkreis Hof, der das Corona-Testmobil in Stadt und Landkreis Hof betreut, wird in der Frankenpost zitiert, wonach er die Hofer Filmtage als Ausgangspunkt für die hohen Infektionszahlen in Hof sieht. "Das Festival war der Grundauslöser, sonst gab es in dieser Zeit kein anderes Ereignis", so Pötzl. Außerdem bekräftigt er in der Zeitung: "Ich habe schon damals gesagt, man sollte sich das gut überlegen."

    Zwölf Prozent Auslastung der Kinos bei Hofer Filmtagen

    Die Internationalen Hofer Filmtage hatten vom 20. bis 25. Oktober unter strengen Hygieneauflagen als sogenannte "Hybridveranstaltung" stattgefunden. Alle Filme waren nicht nur in den Kinos, sondern auch online zu sehen. In den Kinos durfte nur ein Viertel der Plätze besetzt werden und selbst diese waren meist nicht vergeben. Die Auslastung lag bei etwa zwölf Prozent, so Festivalleiter Thorsten Schaumann. Neben den Filmvorführungen habe es keine Veranstaltung oder sozialen Austausch gegeben.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!