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In Corona-Zeiten boomt das Musik-Streaming | BR24

© pa/dpa

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erlöste die Branche mit Musik aus dem Internet, CDs und Vinylplatten insgesamt 783,7 Millionen Euro.

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    In Corona-Zeiten boomt das Musik-Streaming

    Positive Nachrichten aus der Musikbranche: Bisher boomt das Audio-Streaming während der Pandemie. Der Bundesverband Musikindustrie warnt aber vor den Folgen der Krise für die Künstler.

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    Der rasant zunehmende Verkauf von Audio-Streams hat die deutsche Musikindustrie vor einem Corona-Absturz bewahrt und ihr sogar ein beachtliches Umsatzplus beschert. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres erlöste die Branche mit Musik aus dem Internet, CDs und Vinylplatten insgesamt 783,7 Millionen Euro – 4,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (748,1 Millionen Euro).

    Verantwortlich für das positive Ergebnis sei das weiter auf hohem Niveau wachsende Audio-Streaming, das um 20,7 Prozent zulegte und seine Position als umsatzstärkstes Format weiter ausbauen konnte, teilte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mit. Die CD (minus 22,9 Prozent) habe hingegen mit einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelten Rückgangsrate stark gelitten durch die krisenbedingten Maßnahmen, die auch den stationären Handel betrafen.

    Vinylscheibe weiter auf Erfolgskurs

    Dagegen bleibt die schon seit Jahren wieder populäre Vinylscheibe im Aufwärtstrend - und zwar trotz coronabedingter Probleme vieler Plattenläden seit März: plus 4,6 Prozent im ersten Halbjahr 2020. Beim Verkauf von Downloads ging es erneut deutlich bergab (minus 22,5 Prozent). Video-Streaming sei mit 31,3 Prozent stark gewachsen, habe aber mit 3,3 Prozent noch immer einen sehr geringen Marktanteil, hieß es. Audio-Streaming habe mit 65,7 Prozent den größten Anteil an den Brancheneinnahmen, es folgten die CD mit 20 Prozent, Downloads mit 5,1 Prozent und Vinylplatten mit 4,5 Prozent, so der Verband.

    Dennoch "verheerende Auswirkungen" für Künstler

    Drücke warnte zugleich: "Unbedingt wichtig ist jedoch, diese positiven Zahlen im musikwirtschaftlichen Gesamtkontext einzuordnen, denn das leichte Wachstum in unserer Branche darf nicht davon ablenken, wie groß die Krise für den Live-Sektor ist." Dies habe "verheerende Auswirkungen" für die Künstler.

    Für das Gesamtjahr 2019 hatte der BVMI im Februar mitgeteilt, dass die Branche im viertgrößten Markt der Welt nach den noch leicht rückläufigen Jahren 2017 und 2018 ein Umsatzplus von 8,2 Prozent auf gut 1,6 Milliarden Euro erzielt habe. Auch hier war das vor allem enorm zulegenden Erlösen beim Audio-Streaming über Musikplattformen wie Spotify, Amazon, Apple Music, Tidal oder Deezer zu verdanken.

    Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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