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Kultur

"Ich bin Deutschlands führender Adels-Darsteller" | BR24

© pa/dpa/Daniel Naupold

Harald Schmidt nimmt vermehrt Schauspielengagements an

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    "Ich bin Deutschlands führender Adels-Darsteller"

    Harald Schmidt hält sich selbst für den führenden Adels-Darsteller in Deutschland. Außer vielleicht Armin Mueller-Stahl könne ihm auf dem gesamten Markt niemand in die Quere kommen, sagte der 58-Jährige in einem Interview.

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    Derzeit stehe er für den Kinderfilm "Burg Schreckenstein" als Graf vor der Kamera. 2016 werde er als Lord in einer Rosamunde-Pilcher-Verfilmung zu sehen sein. Es gefalle ihm wahnsinnig gut, jetzt auf Adel abonniert zu sein.

    "Bislang wurden mir als Rollen fiese Rechtsanwälte angeboten, die bei schwangeren Migrantinnen auf Eigenbedarf klagen. Jetzt bin ich in diesem würdigen Bereich. Ich habe nichts dagegen, wenn es beim Stichwort Adel heißt: Rufen wir den Schmidt an." Harald Schmidt

    Der aristokratische Hauch sei aber nicht das einzige Kriterium, wenn er sich für eine Rolle entscheide: "Ich liege zu Hause auf meinem Diwan, trinke Mokka und warte, was auf mich zukommt. Wenn ein Filmangebot kommt, ist es immer das gleiche Prinzip: Wer spielt mit und wo wird gedreht?", sagte der frühere Late-Night-Talkmaster. "Es müssen eben Locations sein, die für andere als Traumreiseziele gelten." 

    Schicke Kostüme wichtig

    Kollegen und Drehorte seien gleich wichtig. Niemand wolle mit unsympathischen Kollegen an schönen Drehorten oder mit sympathischen Kollegen in Berlin herumstehen. Es sollte schon Südtirol sein, die Südsee, Cornwall oder die Schweiz. Und schicke Kostüme seien ebenfalls wichtig - "wie in dieser Grafen-Rolle: eine enge, rote Hose, Stiefel eines italienischen Herstellers und eine Langhaar-Perücke aus europäischem Echthaar".

    Seine Talkshow-Karriere sei endgültig vorbei. Er arbeite jetzt als seriöser Schauspieler, der seine Figuren in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge stellen möchte. Seinen Text auswendig zu lernen, sei eine große Herausforderung. Es gebe viele Kollegen, die gar nicht wüssten und davon überrascht würden, dass dies zum Metier gehöre.