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"I donT like Mondays von Michael Behrendt
© Theiss Verlag | Montage BR

Autoren

Ulrich Chaussy
© Theiss Verlag | Montage BR

"I donT like Mondays von Michael Behrendt

"I don’t like Mondays", ich mag einfach keine Montage, das gab die 16-jährige Ann Spencer als Grund für ihren Schul-Amokläuf 1979 in Kalifornien an. Auch darum geht’s in dem neuen Buch: "I don’t like Mondays".

Jede(r) hört bei Popsongs, was gehört werden will ...

Regelmäßig gehen die Feuerzeuge und Handytaschenlampen hoch, wenn Adele auf Konzerten ihre Trennungsballade Someone Like You schmettert. Wie unpassend. Klar, die Ich-Erzählerin singt über den Ex, der längst mit einer anderen verheiratet ist, aber in dem Song, das als sentimentales Rührstück rezipiert wird, passieren gruselige Dinge. Am Haus vom Ex klingeln. Hallo, ich bin‘s. Es ist noch nicht vorbei. Wie ein totgeglaubter Bösewicht im Horrorfilm, der sich am Ende wieder aufrappelt. "Modern Stalking" nennt Michael Behrendt diese Kategorie in seinem Buch und erklärt dieses Missverständnis mit dem Prinzip der selektiven Wahrnehmung.

... auch wenn die Botschaft der Musik eine andere ist.

"Man ist in irgendeiner Stimmung, man ist wütend, verliebt, man hat Liebeskummer. Dann kommt irgendein Song im Radio und dann ist es eben eine Zeile, die einen offenbar anspricht, wo man das Gefühl hat, das drückt genau aus, was ich gerade fühle, und dann bleibt man an der selben Zeile hängen und missachtet oder kriegt gar nicht mit, was der Song eigentlich sagt." Autor Michael Behrendt

Das Buch von Michael Behrend: I don't like Mondays, Die 66 größten Songmissverständnisse ist beim Theiss Verlag erschienen