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"Home of Films": Positive Bilanz für Hofer Filmtage | BR24

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Nach sechs Tagen und mehr als 140 Spiel- und Dokumentarfilmen, gehen die 53. Internationalen Hofer Filmtage zu Ende.

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    "Home of Films": Positive Bilanz für Hofer Filmtage

    Die 53. Internationalen Hofer Filmtage gehen am Sonntagabend zu Ende. Die Veranstalter ziehen eine vorläufige positive Bilanz: Mehr als 30.000 Filmbegeisterte besuchten das Festival. Über einen Goldbarren durfte sich Regisseur Lothar Herzog freuen.

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    Sechs Tage lang wurde die Stadt Hof wieder zum "Home of Films", wofür laut Wim Wenders Hof die Abkürzung ist. Mehr als 140 Spiel- und Dokumentarfilme lockten zehntausende Filmbegeisterte zu den Internationalen Hofer Filmtagen. Wie viele es genau waren, stand am Sonntag noch nicht fest, bereits am Samstagabend wurde aber die Vorjahreszahl von 30.000 Besuchern überschritten. Die Organisatoren zeigen sich deshalb durchwegs zufrieden, es habe eine tolle Stimmung geherrscht und auch von Seiten des Publikums kamen positive Reaktionen zurück.

    Ein Goldbarren für den besten Debütfilm

    Der Regisseur Lothar Herzog erhielt in diesem Jahr den Hofer Goldpreis, wie die Organisatoren am Samstagabend bekanntgaben. Der Preis würdigt die beste Regieleistung bei einem ersten Langspielfilm. Neben künstlerischer Beratung bei der Entwicklung eines neuen Films, erhält Preisträger Herzog auch einen Goldbarren im Wert von etwa 43.000 Euro. Der ausgezeichnete Film "1986" beleuchtet die zerstörerischen Nachwirkungen der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl im Bewusstsein der Menschen.

    Preise für Max Riemelt und Caroline Link

    Im Rahmen des Filmfestivals wurden noch weitere Preise verliehen. So erhielt Schauspieler Max Riemelt den Filmpreis der Stadt Hof, der als eine der begehrtesten Auszeichnungen in der deutschen Filmbranche gilt. "Das ist eine wahnsinnige Ehre, weil Hof so eine geschichtsträchtige Stadt ist, was den Film angeht", freut sich der Schauspieler. Riemelt reiht sich damit ein in eine Gruppe Filmschaffender wie Doris Dörrie, Dominik Graf, Wim Wenders oder Caroline Link.

    Letztere wurde dieses Jahr ebenfalls auf den Hofer Filmtagen ausgezeichnet. Die Oscar-Preisträgerin erhielt den Hans-Vogt-Filmpreis, mit dem Personen geehrt werden, die innovativ und sorgfältig um den Ausdruck und die Qualität ihres Filmtons besorgt sind.

    "Ich freue mich sehr über diese Ehrung, diese Auszeichnung. Und ich finde es auch toll, dass es diesen Preis dafür gibt, dass man sich so intensiv und bewusst mit Tongestaltung auseinandersetzt, wie wir das immer tun im Schneideraum – und wenn das mal jemand bemerkt, dann finden wir das super." Preisträgerin Caroline Link

    Die Hofer Filmtage: ein besonderes Festival

    Die Hofer Filmtage gelten als besonderes Festival. Es werden nur Filme gezeigt, die zuvor in Deutschland noch nicht zu sehen waren. Bei ihrer Premiere präsentieren die Regisseurinnen und Regisseure ihre Filme meist selbst. Auch gibt es kein Schaulaufen im Blitzlichtgewitter und es geht familiär zu. Das internationale Filmfestival findet seit 1967 jährlich in Hof statt.