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Hofer Filmtage: Preise für Max Riemelt und Gangsterkomödie COUP | BR24

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Max Riemelt erhält Filmpreis der Stadt Hof

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Hofer Filmtage: Preise für Max Riemelt und Gangsterkomödie COUP

Schauspieler Max Riemelt ist mit dem Filmpreis der Stadt Hof geehrt worden. Der Berliner, dessen Film "Kopfplatzen" in Hof Deutschland-Premiere feierte, nahm die Auszeichnung selbst entgegen. Der Förderpreis ging an den Film COUP von Sven O. Hill.

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Er sei extrem angespannt, sagte Riemelt in seiner Dankesrede in der Freiheitshalle Hof. Denn das Thema seines neuen Films sei nicht das einfachste, so der 35-Jährige. Das ist wohl wahr: In "Kopfplatzen" spielt Riemelt einen Pädophilen, der gegen seine Neigungen ankämpft. Gleich nach der Verleihung des Filmpreises konnte das Hofer Publikum am Abend die Deutschland-Premiere des Dramas erleben.

Durchbruch mit "Napola"

Riemelt zeigte sich aber natürlich auch sehr erfreut über den Preis: Der sei eine wahnsinnige Ehre, weil "Hof so eine geschichtsträchtige Stadt ist, was den Film angeht". Außerdem, so Riemelt im BR-Gespräch, sei ihm hier mit "Napola" praktisch der Durchbruch gelungen. Der Berliner feierte nach "Napola" 2004 in Hof mit weiteren Filmen Erfolge, etwa mit "13 Semester", "Playoff" oder "Der deutsche Freund".

Der Berliner ist auch international gefragt - zum Beispiel in "Berlin Syndrome" oder in Serien wie "Sense8" oder "World on fire". Aktuell steht er für den Kinderkinofilm "Die Pfefferkörner und der Schatz der Tiefsee" vor der Kamera. Auch im nächsten Dresden-Tatort wird er zu sehen sein.

Ein traditionsreicher Preis

Seit 1986 würdigt die Stadt mit dem Preis einen Impulsgeber des deutschen Films, der eng mit dem Festival verbunden ist. Im vergangenen Jahr bekam Alfred Holighaus die Auszeichnung. Der Präsident der Spitzenorganisation der Deutschen Filmwirtschaft (SPIO) unterstützte die Filmtage nach den Tod des ehemaligen Festspielleiters Heinz Badewitz 2016. Zu den Preisträgern zählten aber auch schon Doris Dörrie, Wim Wenders oder Werner Herzog.

Förderpreis für Gangsterkomödie COUP

Außerdem wurde am Abend der "Förderpreis Neues Deutsches Kino" für den besten Film vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert; der Bayerische Rundfunk ist neben der DZ-Bank und der Bavaria Film einer der Stifter. Diesmal ging die Auszeichnung an den Film COUP von Sven O. Hill. Die Geschichte spielt Ende der 80er Jahre. Sie handelt von einem Diebstahl, den ein junger Bankangestellter dank einer von ihm entdeckten Sicherheitslücke bei seinem Arbeitgeber begeht. Er klaut der Bank so raffiniert Millionen und setzt sich nach Australien ab - aber seine Lebensgefährtin will ihm nicht folgen.

Die Jury in Hof lobte die Gangsterkomödie für ihren Witz und sprach von einem unterhaltsamen Genremix aus Doku-, Spiel- und Animationsfilm. Die Hofer Filmtage enden am Sonntag. Sie zählen zu den wichtigen Filmfestivals im deutschsprachigen Raum.

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Die Filmtage haben den jungen Hofer Michael Throne schon als Jugendlichen so fasziniert, dass er mit 14 wusste, dass er Kameramann werden will. Jetzt - 18 Jahre später - hat er seinen eigenen Film, einen langen Dokumentarstreifen im Festivalprogramm.