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"Höre mich!" – Sechs Autoren antworten auf das Buch der Psalmen

Sind Psalmen zeitgemäß? Antworten sie auf unsere Wirklichkeit? Das fragen sich prominente Autoren. Sibylle Lewitscharoff, Arnold Stadler, Feridun Zaimoglu, Gila Lustiger und andere diskutieren mit Landesbischof Bedford-Strohm. Von Cornelia Zetzsche

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Exklusive Texte

500 Jahre Reformation sind kein Jubiläum wie jedes andere. Das Luther-Jahr fragt: Sind wir noch so christlich, wie in Migrations- und Flüchtlingsdebatten behauptet? Bayern 2 bat nun sechs prominente Schriftsteller/Innen, auf einen Psalm ihrer Wahl literarisch zu antworten. Ein Fall auch für "Gottlose"!

"Der Herr errettete sie und führte sie auf den richtigen Weg", heißt es in Psalm 107. Der Dichter Uwe Kolbe, aus "gottlosem Haus", liest darin eigene Lebensstationen und schlüpft in die Rolle eines Mönchs.

"Aus tiefer Not rufe ich, Herr, zu Dir" - die meisten kennen Psalm 130. Büchner-Preisträger Arnold Stadler hörte die berühmten Verse als Kind, als Ministrant, als ihn der Pfarrer mit auf Beerdigungen nahm und er mit den Psalmen auf Grabinschriften Lesen lernte. Und Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff antwortet – mit Blick auf Assad und die Kriege der Welt - auf Rachepsalmen, wie Psalm 140: "Ein böses Maul wird kein Glück haben auf Erden".

Brisant und aktuell

„herr/ höre mich, wenn du kannst/ auf mein gedicht hast du nicht gehört/ war es zu fein für deine lakaien?/ so daß sie dich mit ihrem lärm daran gehindert haben/ zuzuhören“? fragt der Dichter Said aus Teheran, seit 50 Jahren ein Exilant in München.

Sein Psalm, Gila Lustigers jüdisches Totengebet, Feridun Zaimoglus Szenerie einer christlichen Gemeinde im Orient heute, in Ägypten etwa, sie alle zeigen die Aktualität der Psalmen – ob sie Juden, Moslem, Christen oder Atheisten sind.

Sonntags um 11 auf Bayern 2 und heute 19.30 Uhr in St. Matthäus am Sendlinger Tor, München.