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Historiker Christoph Stölzl engagiert sich für Museum des Exils | BR24

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Christoph Stölzl

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Historiker Christoph Stölzl engagiert sich für Museum des Exils

Die Idee geht auf die Nobelpreisträgerin Herta Müller zurück: einen Ort in Berlin zu schaffen, an dem der zahlreichen Schicksale deutscher Exilanten gedacht wird. Christoph Stölzl setzt sich mit anderen Berliner Bürgern dafür ein. Von Knut Cordsen

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Der deutsche Exilant Hans Sahl hat wie kaum ein zweiter deutscher Schriftsteller die existentielle Erfahrung des Lebens im Exil formuliert – in autobiographischen Büchern wie "Das Exil im Exil“, in Gedichten oder in seinem Exilroman "Die Wenigen und die Vielen“. Darin schreibt Hans Sahl über das Grundgefühl des in der Fremde anlandenden Emigranten:

"Wie er so dahin schritt, sich mit Armen und Beinen einen Weg bahnend, glich er einem Schiffbrüchigen, der an eine unbekannte Küste gespült worden ist und sich verwundert umsieht: Wo bin ich?“ Auszug aus dem Exilroman "Die Wenigen und die Vielen“ von Hans Sahl

Berliner Bürger für "Museum des Exils"

Wie so viele Schriftsteller und Künstler musste Hans Sahl Anfang der 30er Jahre vor den Nazis aus Deutschland fliehen. Hochbetagt kehrte er nach Deutschland zurück.

Seine Lebensgeschichte, sein Schicksal wäre eines, das Platz finden könnte in jenem „Museum des Exils“, für das sich derzeit mehrere Berliner engagieren. Unter ihnen der Zeitungsverleger Matthias Döpfner, der ehemalige Kulturstaatssekretär André Schmitz, Bernd Schultz, der Mitbegründer des Auktionshauses Villa Grisebach, und Prof. Dr. Christoph Stölzl, einst Chef des Deutschen Historischen Museums, derzeit Rektor der Weimarer Hochschule für Musik.