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Herbert Grönemeyer fordert Geld reicher Menschen für Kultur | BR24

© pa/dpa

Musiker Herbert Grönemeyer bei der Demo "Alarmstufe Rot" in Berlin

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    Herbert Grönemeyer fordert Geld reicher Menschen für Kultur

    Sänger Herbert Grönemeyer hat die Wohlhabenden in Deutschland zur Unterstützung der von der Corona-Krise getroffenen Kulturszene aufgerufen. Eine Gesellschaft sei wie eine Familie, sagte der Musiker der "Zeit": Die Reichen müssten den Ärmeren helfen.

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    • BR24 Kultur

    Sänger Herbert Grönemeyer hat die Reichen in Deutschland zur Unterstützung der von der Corona-Krise hart getroffenen Kunst- und Kulturszene aufgerufen. In der "Zeit" forderte er 64-Jährige eine "Kultur der gemeinsamen Verantwortung und des Mitgefühls". Grönemeyer fragte:

    "Wäre die Zeit nicht günstig für eine Solidaritätssonderzahlung der Vermögendsten?" Herbert Grönemeyer

    Eine Gesellschaft sei wie eine Familie. Es sei an der Zeit, dass die reichsten Familienmitglieder den Ärmeren helfen. "Nicht nur die Regierung, auch eine Gesellschaft, eine Familie muss sich bewegen und handeln und tun, was sie kann".

    Sonderzahlungen von 50.000 bis 15. 000 Euro

    Vermögende Deutsche könnten mit Sonderzahlungen die Not im Kreativbereich lindern: "Wenn sich die Wohlhabendsten bereit erklären würden zu einer zweimaligen Sonderzahlung von zum Beispiel 50.000 bis 150.000 Euro, jeweils in diesem wie auch im nächsten Jahr, stünden ad hoc circa 200 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung, um Existenzen zu sichern, Pleiten aufzufangen und Ängste zu mildern", sagte Grönemeyer. Er bezog sich dabei auf "circa 1,8 Millionen Millionäre", die es in Deutschland gebe.

    Ohne Livekultur: "Raum für krude und verrohende Theorien"

    "Der Zeitpunkt für den ersten Schritt ist und wäre jetzt", sagte der 64-Jährige. "Kultur stützt die Menschen in ihrer Verzweiflung, Trauer, in ihrer Lust, Freude, ihrem Lachen, ihrem Mut und ihrer Zuversicht." Sie sei wesentlicher Teil des gesellschaftlichen Lebens. Diese Stützfunktion drohe nun durch die Pandemie und den Lockdown verloren zu gehen:

    "Ein Land ohne die so unmittelbare Livekultur gibt und öffnet den Raum für Verblödung, krude und verrohende Theorien und läuft Gefahr, nach und nach zu entseelen." Herbert Grönemeyer

    Es geht um die Helfer, "ohne die alle Künstler hilf- und glanzlos sind"

    Das Coronavirus reiße Abertausende in finanzielle Not – und bei weitem nicht nur Künstler: "Das sind unsere Crews, Techniker, Bühnenbauer, Beleuchter, Trucker, Busfahrer, Caterer, Roadies, Aufbauhelfer, Toningenieure, Clubbesitzer, Veranstalter, Securities und viele weitere, ohne die alle Künstler hilf- und glanzlos sind."

    Vielen dieser Solo-Selbstständigen drohten direkte Insolvenzen, sie griffen bereits ihre Altersreserven an, da sie keine Arbeitslosenversicherung haben, monierte Grönemeyer. Der Zugang zu dem Hilfsfonds der Bundesregierung sei viel zu kompliziert.

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