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Harvey Weinstein zu 23 Jahren Haft verurteilt | BR24

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Kürzlich wurde der Hollywood-Mogul wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung schuldig gesprochen. Jetzt hat ein Richter das Strafmaß gegen Harvey Weinstein verkündet: Der 67-Jährige muss 23 Jahre in Haft. Weinstein drohen noch weitere Prozesse.

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Harvey Weinstein zu 23 Jahren Haft verurteilt

Kürzlich wurde der Hollywood-Mogul wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung schuldig gesprochen. Jetzt hat ein Richter das Strafmaß gegen Harvey Weinstein verkündet: Der 67-Jährige muss 23 Jahre in Haft. Weinstein drohen noch weitere Prozesse.

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Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen Sexualverbrechen zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Richter James Burke verkündete das Strafmaß in New York. Die Höchststrafe wären 29 Jahre Haft gewesen. Weinstein war zu der Verkündung in einem Rollstuhl vor Gericht erschienen.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Vorfeld noch einmal ausdrücklich eine harte Strafe gefordert. Weinstein habe jahrzehntelang Frauen missbraucht und zeige bislang keine Reue. Die Verteidigung hat bereits angekündigt, in Revision gehen zu wollen.

Eine Jury hatte Weinstein Ende Februar wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung von zwei Frauen für schuldig befunden. Nicht schuldig sei er aber in den beiden schwersten Anklagepunkten des "raubtierhaften sexuellen Angriffs" sowie einem noch schwereren Vorwurf bezüglich Vergewaltigung.

MeToo-Bewegung feierte Urteil gegen Weinstein als Meilenstein

In dem aufsehenerregenden Prozess ging es vor allem um zwei Vorwürfe: Weinstein soll 2006 die Produktionsassistentin Mimi Haleyi zum Oral-Sex gezwungen und 2013 die heutige Friseurin Jessica Mann vergewaltigt haben. Die MeToo-Bewegung feierte das Urteil als Meilenstein - kritisierte aber auch, dass Weinstein nicht in allen Anklagepunkten für schuldig befunden wurde.

Nach dem Schuldspruch war Weinstein zunächst in ein Krankenhaus gekommen und dann in das Gefängnis Rikers Island in der Millionenmetropole New York. Nun soll er in einem Gefängnis im Bundesstaat New York untergebracht werden.

Mehr als 80 Frauen werfen Weinstein sexuelle Übergriffe vor

Mehr als 80 Frauen werfen Weinstein sexuelle Übergriffe vor. Die Anschuldigungen gegen den Produzenten, im Herbst 2017 von der "New York Times" und dem Magazin "New Yorker" veröffentlicht, waren der Anfang der MeToo-Bewegung. Überall auf der Welt erkannten viele Frauen und auch einige Männer ihre eigenen Geschichten in denen der mutmaßlichen Weinstein-Opfer wieder - sie begannen, diese Geschichten unter dem Schlagwort "Me too" ("Ich auch") zu sammeln.

Die juristischen Kämpfe sind für Weinstein auch nach dem Verfahren in New York nicht zu Ende. In Los Angeles wurde er ebenfalls wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Auch dort könnte es zum Prozess kommen. Davon abgesehen verhandeln seine Anwälte weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit zivilen Klägerinnen um Entschädigungen.

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