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Musiker Hans-Jürgen Buchner alias Haindling

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    "Überall Schneekanonen und Profit"

    Der niederbayerische Musiker und Gründer der Musikgruppe Haindling, Hans-Jürgen Buchner, hat eine Sehnsucht nach der bayerischen Heimat ausgemacht. Angesichts des Wandels im Freistaat pflegten die Menschen wieder mehr die Tradition.

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    Der Trend zur Volksmusik halte deshalb an, sagte Buchner in seiner Heimat Haindling. Sie sei bei Volksfesten unaufhaltbar im Kommen, "weil es Sehnsucht gibt nach dem, was nicht mehr da ist".

    "Die Heimat Bayern geht verloren. Es reicht aber nicht, Dirndl und Lederhose anzuziehen. Wenn ich nur sing: Rehragout, Rehragout, was ess ma aufd Nacht - dann reicht mir das nicht." Hans-Jürgen Buchner, der selbst als einer der ersten in bayerischer Mundart sang.

    Bayern sei nicht mehr, was es einmal war: Windräder, Rapsfelder, Spargelfelder über "Quadratkilometer mit Plastik überzogen". - "Überall Schneekanonen und Profit", warnte der 71-jährige Musiker, der seit Jahrzehnten als Umweltschützer aktiv ist. Die Menschen spürten diesen Wandel als Verlust.

    Neue Haindling-Tournee ab 3. Juni

    Buchner, der Töpfer-Meister ist und stets bodenständig blieb, hatte seine Gruppe nach seinem Heimatdorf benannt. So wurde das kleine Haindling, ein Ortsteil der Stadt Geiselhöring, bundesweit bekannt. Die Band startet am 3. Juni im österreichischen Vöcklbruck die nächste Tournee. Ein Höhepunkt werden die beiden Konzerte am 24. und 25. Juni im Münchner Gasteig und in Andechs unter dem Titel "Carmina Burana meets Haindling" sein. Die Kultband aus Bayern mit ihrem unverwechselbaren Klang wird dabei von Streichern begleitet.