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"Halt und Hoffnung": Museumsbund will baldige Wiederöffnungen | BR24

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Bildrechte: dpa/ Roland Schlager

Der Museumsbund fordert Museen wie in anderen Ländern wieder zu öffnen.

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    "Halt und Hoffnung": Museumsbund will baldige Wiederöffnungen

    Vor den Bund-Länder-Gesprächen über mögliche Lockerungen in der Corona-Krise fordert der Deutsche Museumsbund eine rasche Öffnung der Museen. Museen könnten in der Pandemie ein "Lichtblick" sein und der Vereinsamung entgegenwirken.

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    Von
    • Simon Emmerlich

    Die Menschen brauchen einen Hoffnungsschimmer und Museen spielen dabei eine zentrale Rolle. So sieht es der Deutsche Museumsbund. "Vor dem Hintergrund der zunehmenden psychischen Belastung und Vereinsamung kann der Museumsbesuch ein wichtiger Lichtblick sein," schreibt die Vereinigung heute in einer Mitteilung mit Blick auf die anstehenden Lockdown-Gespräche in Berlin.

    Aus Sicht des Interessenverbandes, der mehr als 1.000 deutsche Museen und Institutionen vertritt, sind Museen auch in der Pandemie "sichere Orte". Man verweist auf eine aktuelle Modellberechnung der Technischen Universität Berlin, wonach Museen eine geringere Ansteckungsrate als andere Bereiche des öffentlichen Lebens aufweisen. In anderen Ländern wie Italien, Spanien, Österreich, Polen, Luxemburg oder Belgien seien Museen geöffnet: "Museen weisen eine geringere Ansteckungsrate als alle anderen Bereiche des öffentlichen Lebens auf. Museen können auf langjährige Erfahrungen beim Besuchermanagement zurückgreifen, sie bieten vielfach Online-Tickets für festgelegte Zeitfenster, eine Begrenzung der Besucherzahlen, verfügen über große Räume, kluge Wegführungen sowie Lüftungsanlagen."

    "Alltag besonders für ältere Menschen zurückgewinnen"

    Bei den aktuellen Überlegungen zu Lockerungen müsse auch die gesellschaftliche Rolle der Museen berücksichtigt werden, fordert der Museumsbund. Sie böten Anregungen, Austausch und geistige Erholung, hieß es. "Gerade ältere und von der Pandemie besonders betroffene Menschen können in Museen einen wichtigen Teil ihres Alltags wiedergewinnen." Auch die Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche seien "unverzichtbar".

    Seit November sind Kultureinrichtungen und damit auch Museen erneut geschlossen. Am Mittwoch treffen sich die Länderchefs mit Kanzlerin Merkel, um ein weiteres Vorgehen im Corona-Lockdown abzustimmen.

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