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Hadsch: Pilgerfahrt nach Mekka unter Pandemiebedingungen | BR24

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Berühren verboten: Pilger müssen sich beim diesjährigen Hadsch in Mekka auf Einschränkungen gefasst machen.

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    Hadsch: Pilgerfahrt nach Mekka unter Pandemiebedingungen

    Kaum ein religiöses Ereignis zieht jedes Jahr so viele Gläubige aus aller Welt an wie der Hadsch, die Pilgerfahrt nach Mekka. Ab dem 28. Juli ist es wieder soweit. Doch wegen der Corona-Gefahr hat Riad strenge Regeln für Wallfahrer verhängt.

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    • BR24 Redaktion

    Saudi-Arabien bereitet sich auf den alljährlichen Andrang von Besuchern vor, die nach Mekka pilgern. Die Kaaba in Mekka ist das zentrale Heiligtum des Islam. Damit die diesjährige islamische Pilgerfahrt, der Hadsch, nicht zum Superspreader-Ereignis wird, läuft vieles anders ab als sonst. So schließt das Land zum Beispiel seine Grenzen komplett für Pilger aus dem Ausland.

    Pilgermassen steigern das Infektionsrisiko

    Die Pilgerreise nach Mekka, die jeder Muslim nach Möglichkeit einmal in seinem Leben unternehmen soll, zieht regelmäßig Massen von Menschen an. Allein im Jahr 2019 besuchten fast 2,5 Millionen Menschen die heilige Stadt, darunter 1,8 Millionen aus dem Ausland. Doch auch ohne die Besucher aus dem Ausland stellt der Hadsch eine Herausforderung in Sachen Corona-Infektionsschutz dar.

    Ältere und Pilger aus dem Ausland dürfen nicht teilnehmen

    Teilnehmen dürfen heuer nur Gläubige unter 65 Jahren, die sich bereits im Land befinden. Pilger müssen während der Wallfahrt einen Mundschutz tragen. Was während der Corona-Pandemie selbstverständlich erscheint, dürfte vielen Besuchern schwerfallen, denn Temperaturen von über 40 Grad Celsius sind in den Sommermonaten in Mekka keine Seltenheit.

    Religiöse Rituale nur mit Sicherheitsabstand

    Im Rahmen der Wallfahrt umrunden die Gläubigen sieben Mal die Kaaba und preisen dabei Allah. Anders als sonst darf das Bauwerk, das als Haus Gottes verehrt wird, dabei nicht berührt werden. Ordner sollen an bekannten Engpässen dafür sorgen, dass Mindestabstände eingehalten werden und kein Gedränge entsteht. In der Vergangenheit war es in Mekka immer wieder zu Massenpaniken gekommen.

    Heiliges Wasser und Steine in Plastik verpackt

    Von der Brücke im Mina-Tal aus werfen Pilger traditionell mit Steinen auf drei Felsenstelen, die das Böse symbolisieren. Die Kieselsteine für diese symbolische Steinigung sammeln Pilger normalerweise am Wegesrand auf. Aus Hygienegründen gibt es die Steine nun desinfiziert in Plastiktütchen abgepackt.

    Pilgerbusse und Pilgerherbergen nehmen nur halb so viele Gäste auf

    Das Wasser des heiligen Brunnens Zamzam im Hof der großen Moschee bekommen Pilger in Plastikflaschen abgefüllt. Direkt aus dem Brunnen gezapft werden darf das Wasser heuer nicht. Pilgerbusse dürfen nur halb so viele Passagiere mitnehmen wie sonst, Pilgerhotels nur halb so viele Gäste beherbergen.

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