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Lady Gaga, Jennifer Lopez, Alicia Keys, Michelle Obama und Jada Pinkett Smith bei der Grammy-Verleihung
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tagesschau.de
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Lady Gaga, Jennifer Lopez, Alicia Keys, Michelle Obama und Jada Pinkett Smith bei der Grammy-Verleihung

Childish Gambino erhielt den Grammy für den besten Song des Jahres. Bei der Verleihung des US-Musikpreises in Los Angeles wurde er für sein politisch aufgeladenes Stück "This Is America" geehrt. Mit dem Preis für den Song des Jahres wird die Leistung des Komponisten gewürdigt - es handelt sich um einen der begehrtesten der insgesamt 84 Grammys.

"This Is America" ist stilistisch ein Mix aus Gospel und Trap, inhaltlich setzen sich der Song und das dazugehörige Video mit Rassismus und Schusswaffengewalt in den USA auseinander. Auch für den Clip wurde Childish Gambino geehrt - mit dem Preis für das beste Musikvideo des Jahres. Das Video wurde bereits fast 500 Millionen Mal auf YouTube angeklickt.

Der Preisträger ist nicht anwesend

Childish Gambino - das Rap-Pseudonym des Schauspielers Donald Glover - war allerdings bei der Grammy-Show nicht anwesend. Möglicherweise ein Zeichen für die schwierige Beziehung zwischen den Grammy-Veranstaltern und der Rap- und Hip-Hop-Szene, die sich in der Vergangenheit bei den Preisvergaben nicht genügend berücksichtigt fühlte.

Den Grammy für das beste Album des Jahres holte die Country-Sängerin Kacey Musgraves. Die 30-Jährige setzte sich mit ihrem Werk "Golden Hour" gegen so starke Konkurrenten wie die Rapper Drake, Kendrick Lamar und Cardi B durch.

Lady Gaga muss weinen

Grund zum Jubeln gab es auch für Lady Gaga und Bradley Cooper. Sie gewannen mit dem Song "Shallow" aus dem Musikfilm "A Star Is Born" einen Grammy für die beste Pop-Duo-Darbietung. Unter Tränen nahm Gaga bei der Gala die Trophäe entgegen. Ihr Dank gelte Mit-Hauptdarsteller Cooper, der aktuell in England für die Verleihung der britischen Filmpreise weile, sagte die Sängerin und Schauspielerin.

Mut zum Eintauchen

Zudem fand die 32-Jährige in ihrer Rede ermutigende Worte für Kollegen mit psychischen Problemen. Sie sei stolz darauf, in einem Film mitgewirkt zu haben, in dem die Problematik thematisiert werde. Künstler hätten oft mit psychischen Leiden zu kämpfen. An die Adresse der Musiker im Publikum sagte Gaga zudem: "Wenn ihr leidet, versucht den Mut aufzubringen, tief einzutauchen."

Für Gaga war es der dritte Grammy des Tages. Bei einer vor der Hauptshow abgehaltenen Zeremonie, an der sie nicht teilnahm, war sie unter den Gewinnern der Auszeichnung für den besten Song für visuelle Medien. Diesen Grammy teilt sie sich mit den Co-Songschreibern Mark Ronson, Andrew Wyatt und Anthony Rossomando. Zudem räumte Gaga mit ihrem Song "Joanne (Where Do You Think You're Goin'?)" die Auszeichnung für die beste Pop-Solo-Darbietung ab.

Auch Ariana Grande war nicht da

Die Sängerin Ariana Grande gewann in Abwesenheit ihren ersten Grammy. Sie bekam den Musikpreis in der Kategorie bestes Popalbum für "Sweetener" und setzte sich damit gegen Taylor Swift, Kelly Clarkson, Pink, Shawn Mendes und Camila Cabello durch. Grande nahm nicht an der Zeremonie teil. Sie schrieb bei Twitter, dass ihr Grammy-Erfolg "wild und wunderschön" sei.

Posthum erhielt der verstorbene Rocksänger Chris Cornell einen Grammy. Seine Tochter Toni und sein Sohn Christopher holten den Preis für den besten Rockmusik-Beitrag für Cornells Song "When Bad Does Good" ab. Die Aufnahme war im Rahmen eines Albums nicht veröffentlichter Musik im vergangenen Jahr herausgegeben worden. Cornell starb 2017 im Alter von 52 Jahren.

Heimspiel für die Ex-First-Lady

Mit einem Überraschungsauftritt sorgte die frühere First Lady Michelle Obama für Furore. Kurz nach Beginn des Spektakels erschien sie unangekündigt auf der Bühne und wurde mit großem Jubel begrüßt. Michelle Obama würdigte die Rolle, die Musik in ihrem Leben gespielt habe: "Musik hat mir immer geholfen, meine Geschichte zu erzählen. Und ich weiß, das trifft für jeden hier zu". Bei ihrem kurzen Auftritt stand die frühere First Lady Seite an Seite mit der R&B-Sängerin und diesjährigen Grammy-Moderatorin Alicia Keys sowie den Sängerinnen und Schauspielerinnen Lady Gaga, Jennifer Lopez und Jada Pinkett Smith.