Regisseur Andrew Dominik (links) mit Hauptdarstellern Ana de Armas und Adrien Brody
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"Blond"-Macher bei der Premiere

    "Goldene Himbeeren" drohen: Die schlechtesten Filme der Saison

    Der neuseeländische Regisseur Andrew Dominik darf sich für seine Romanverfilmung "Blond" über das Leben von Marilyn Monroe gute Chancen auf jede Menge "Razzies" ausrechnen. Auch im Rennen um die Negativ-Preise: Tom Hanks und Penelope Cruz.

    Diese Himbeeren will niemand in seinem Korb finden: Die "Razzies" gelten als bekannteste Schmäh-Preise der Filmbranche und werden alljährlich kurz vor der Oscar-Zeremonie verliehen. Unter den diesjährigen Nominierten liegt "Blond" ganz vorn. Das Werk des neuseeländischen Regisseurs Andrew Dominik nach dem gleichnamigen Roman von Joyce Carol Oates über das Leben eines Filmstars, der deutliche Ähnlichkeit mit Marilyn Monroe hat, ist seit Monaten im Gerede. Kritiker schrieben, selten sei es ihnen so leicht gefallen, einen Film nicht bis zum Ende anzusehen. Von einer "einzigen Enttäuschung" war zu lesen.

    Es hieß zwischenzeitlich, Produzent Netflix habe den knapp dreistündigen Film dermaßen miserabel gefunden, dass ein Start fraglich war. Von brutalen sexuellen Darstellungen war die Rede, von einer abermaligen peinlichen "Ausbeutung" der Monroe. Jetzt darf sich "Blond" auf insgesamt acht Himbeeren gefasst machen. Regisseur Dominik wurde als sein eigener Drehbuchautor gleich doppelt nominiert. Außerdem hat "Blond" Chancen, als schlechtester Film und miesestes Remake zu gewinnen. Die Schauspieler Xavier Samuel und Evan Williams, die in Nebenrollen mitwirkten, fielen der Jury ebenfalls unangenehm auf. Hauptdarstellerin Ana de Armas kam ungeschoren davon, obwohl ihr "eindimensionales" Auftreten attestiert wurde.

    Tom Hanks und sein Gesicht als "Duo" nominiert

    Unter den weiteren heißen Kandidaten ist mit sieben Nominierungen die Komödie "Good Mourning" des texanischen Rappers, Autors und Regisseurs Colson Baker alias "Machine Gun Kelly". Er solle besser beim Singen bleiben, hieß es in Kritiken über den "grasbefeuerten" Kiffer-Streifen. Mit sechs Nominierungen folgen der Real- und Animationsmix "Disneys Pinocchio" von Robert Zemeckis und das mit immerhin noch fünf Nominierungen "ausgezeichnete" Spider-Man-Spinoff "Morbius" von Daniel Espinosa, dem eine angeblich "dünne" Handlung und "biedere" Action-Szenen zum Verhängnis wurden.

    Unter den so bizarren wie unterhaltsamen Kategorien der "Himbeeren" ist auch das "schlimmste Duo" der Saison. Nominiert sind Tom Hanks und sein Latex-Gesicht in "Elvis", der erwähnte Andrew Dominik und sein Verhältnis zu Frauen, Rapper Colson Baker und sein Co-Autor und Musikerkollege Derek Ryan Smith alias "Mod Sun", sowie die beiden Fortsetzungen des Mafia-Erotik-Dramas "365 Days", das von Netflix produziert wurde.

    Penelope Cruz als Psychologin

    Unter den Hauptdarstellern, die bei der Verleihung der "Trophäen" am 12. März mit dem Schlimmsten rechnen müssen, sind neben Tom Hanks auch Sylvester Stallone ("Samaritan"), Jared Leto ("Morbius") und Pete Davidson (als Stimme im Animationsfilm "Marmaduke"). Bei den weiblichen Stars sind Diane Keaton ("Mack & Rita"), Bryce Dallas Howard ("Jurassic Park: Dominion") und Kaya Scodelario ("The King´s Daughter") im Rennen. Penelope Cruz rangiert unter den Nominierten in einer Nebenrolle für ihre Beteiligung an dem Agentenfilm "The 355". Sie spielt dort eine kolumbianische Psychologin.

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