Zurück zur Startseite
Kultur
Zurück zur Startseite
Kultur

Gleichgeschlechtliche Paare - trauen oder segnen? | BR24

© BR Religion und Orientierung/Antje Dechert

In der Münchner St.Lukasgemeinde gibt es Ärger um die Trauung beziehungsweise Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Gleichgeschlechtliche Paare - trauen oder segnen?

Der Streit um Homo-Trauungen der evangelischen Lukasgemeinde in München geht weiter: Eigentlich darf es laut Landeskirche nur eine "Segnung" gleichgeschlechtlicher Paare geben – die Lukasgemeinde trifft diese Unterscheidung nicht mehr.

Per Mail sharen
Teilen

Gestern Abend hat die Regionalbischöfin von München und Oberbayern, Susanne Breit-Keßler, den Kirchenvorstand zu einem klärenden Gespräch getroffen. Über dessen Ergebnis haben Kirchenvorstand und Regionalbischöfin jetzt allerdings Stillschweigen vereinbart.

Die evangelische Landeskirche hatte zwar vor gut einem Jahr beschlossen, dass kirchliche Segnungsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare möglich sind, allerdings müssten sie sich von traditionellen Traugottesdiensten unterscheiden. Zudem dürfen sie nur Segnung, nicht Trauung genannt werden. Genau diesen Unterschied macht die Münchner Sankt-Lukas-Gemeinde aber seit ca. einem Jahr nicht mehr.

Homo-Ehe: Staat macht keinen Unterschied, Landeskirche schon

"Es gibt nach unserer Vorstellung weder einen theologischen noch einen protokollarischen Unterschied bei der kirchlichen Hochzeit zwischen gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Paaren", sagte Jürgen Biefang vom Kirchenvorstand der Gemeinde im Gespräch mit dem BR. Doch auf eben diesem Unterschied besteht die bayerische Landeskirche nach wie vor. Wenn die Gemeinde gleichgeschlechtliche Paare weiterhin "traut" statt segnet, kann es sein, dass die Landeskirche es der Münchner Fortschrittsgemeinde offiziell verbietet.

Für weitere Themen rund um Religion, Kirche und Spiritualität abonnieren Sie den Newsletter der Religion und Orientierung unter www.br.de/newsletter-religion.