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Der Georg-Büchner-Preis geht 2019 an Lukas Bärfuss | BR24

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Lukas Bärfuss erhält 2019 den Georg-Büchner-Preis

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    Der Georg-Büchner-Preis geht 2019 an Lukas Bärfuss

    Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss bekommt den Georg-Büchner-Preis 2019. Die Auszeichnung gilt als wichtigster Literaturpreis Deutschlands.

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    Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt verleiht in diesem Jahre den Georg-Büchner-Preis an den 1971 geborenen Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

    Zu den bekanntesten Werken des vielfach ausgezeichneten Bärfuss gehören die Romane "Hundert Tage" über den Völkermord in Ruanda und "Koala" über den Suizid seines Bruders sowie das Bühnenstück "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern".

    Begründung der Darmstädter Jury

    "Mit Lukas Bärfuss zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus", heißt es in der Begründung der Jury. "In einer distinkten und dennoch rätselhaften Bildersprache, karg, klar und trennscharf, durchdringen sich nervöses politisches Krisenbewusstsein und die Fähigkeit zur Gesellschaftsanalyse am exemplarischen Einzelfall, psychologische Sensibilität und der Wille zur Wahrhaftigkeit. Mit hoher Stilsicherheit und formalem Variationsreichtum erkunden seine Dramen und Romane stets neu und anders existentielle Grundsituationen des modernen Lebens. Es sind Qualitäten, die zugleich Bärfuss‘ Essays prägen, in denen er die heutige Welt mit furchtlos prüfendem, verwundertem und anerkennendem Blick begleitet."

    Wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland

    Der Georg-Büchner-Preis wird am 2. November in Darmstadt verliehen. Namensgeber des mit 50.000 Euro dotierten Preises ist der Dramatiker, Mediziner und Revolutionär Georg Büchner (1813 bis 1837), der mit seinen so kritischen wie politischen Dramen "Dantons Tod", "Woyzeck" und "Leonce und Lena" zum berühmtesten Dichter des Vormärz wurde. Büchner stammte aus Hessen und dort wurde auch 1923 erstmals der Georg-Büchner-Preis verliehen. Zunächst ging die Auszeichnung an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger.

    Seit 1951 wird der Georg-Büchner-Preis von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Literaturpreis vergeben. Ausgezeichnet werden Schrift­stellerinnen und Schrift­steller, "die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervor­treten und die an der Gestaltung des gegen­wärtigen deutschen Kultur­lebens wesentlichen Anteil haben."

    Gottfried Benn, Elfriede Jelinek und Terézia Mora

    Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Gottfried Benn (1951), Hans Magnus Enzensberger (1963), Günter Grass (1965), Christa Wolf (1980), Elfriede Jelinek (1998) und Jan Wagner (2017). Im vergangenen Jahr wurde die Schriftstellerin Terézia Mora ausgezeichnet.

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