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Die Evangelische Schule in Ansbach hat sich ein Projekt gegen den Corona-Blues überlegt. Mit der Fotoausstellung "My Lockdown Joys" werden Lehrer und Schüler mit den Dingen gezeigt, die ihnen im Lockdown Freude bereiten.

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Gegen den Corona-Blues: Fotoausstellung "My Lockdown Joys"

Freude trotz Corona – so lautet das Motto der Fotoausstellung "My Lockdown Joys". Die Aula der evangelischen Schule in Ansbach wird zum Fotostudio für das Projekt verwandelt. Sie soll die schönen Dinge im Lockdown dokumentieren.

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Von
  • Laura Grun

Gekonnt steckt Tanja Müller-Kasparek die Stäbe ihres grünfarbigen 3-Mann-Zelts zusammen. Nach nur wenigen Handgriffen steht es fertig aufgebaut in der Aula der Evangelischen Schule Ansbach und wird von großen Scheinwerfern angestrahlt. Denn gleich wird die Grundschullehrerin für das Fotoprojekt "My Lockdown Joys" abgelichtet und zwar mit all den Gegenständen, die ihr während des Corona-Lockdowns Freude bereitet haben.

Lockdown-Freude: Zelten im heimischen Garten

Bei ihr seien es viele verschiedene Dinge gewesen wie beispielsweise der neue Pool im Garten. "Mein Sohn hat sich sehr lange gewünscht, dass wir zelten. Nachdem die Läden wieder geöffnet haben, bin ich los und habe ein kleines Zelt gekauft und gedacht, er könnte mit seinen Kumpels im Garten übernachten“, sagt Müller-Kasparek. Letztendlich habe sie selbst aber auch so viel Gefallen am Zelten gefunden, dass sie gemeinsam viele Tage zusammen im Zelt im heimischen Garten übernachtet haben.

Vorbild kalifornischer Fotograf Gregg Segal

Entstehen sollen die Bilder in Anlehnung an den Stil des kalifornischen Fotografen Gregg Segal. Er wurde berühmt mit der Fotoserie "Daily Bread", bei der er Kinder fotografiert hat, umgeben von ihrer wöchentlichen Ration Essen. So will es auch Cornelia Pock machen. Die 21-jährige Fotografie-Studentin aus Nürnberg lichtet die Schüler und Lehrer für das Projekt ab. Doch bevor es losgeht, werden die Requisiten besprochen. Die 48-jährige Grundschullehrerin hat neben ihrem Zelt auch Bikini, Schnorchel, Wanderschuhe und Campingkocher mitgebracht.

Musik der Lieblingsband gegen Corona-Blues

Auch bei Jana Haubner kam die Fotosession super an. Die 15-Jährige hat sich in mitten von unzähligen Fanpostern der britisch-irischen Boy-Band "One Direction" fotografieren lassen.

"Ich finde die Aktion mega cool. Man hat coole Fotos und kann den Menschen zeigen, dass wir während der Pandemie nicht nur nichts gemacht haben." Jana Haubner, 15 Jahre, Schülerin

Trotzdem hätte sie zur Musik von "One Direction" Spaß gehabt. Ganz nach dem Motto: Singen und Tanzen gegen den Corona-Blues.

Positives Signal in anstrengenden Zeiten

Die Idee für das Fotoprojekt hatte Dorthea Küpper. Sie ist Mittelschullehrerin und rahmt nun die ersten Bilder. Die Aktion solle ein positives Signal sein. Während der gesamten Corona-Zeit seien alle in ihrer Stimmung schon etwas depressiv. Daher wollten wir schauen, was den Leuten in dieser Zeit trotzdem Freude bereitet, so Küpper.

Ausstellungen sollen folgen

Unterstützt wird das Projekt von der Hilterhaus-Stiftung. Rund 2.000 Euro wurden gespendet, um die Drucke und Rahmen zu finanzieren. Die Bilder sollen zeigen, dass auch im Lockdown nicht alles schlecht ist. Bisher sind 15 Bilder entstanden, die Schüler und Lehrer mit ihren "Lockdown-Joys" zeigen. Darunter leidenschaftliche Köche, Pilze-Sammler, Rätsel-Freunde oder Naturliebhaber wie Tanja Müller-Kasparek. Ausgestellt werden die Fotos, sobald es die Pandemie erlaubt, im Ansbacher Brückencenter und in Rothenburg ob der Tauber.

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