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Früherer "Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot | BR24

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Der ehemalige Sprecher der "Tagesschau", Wilhelm Wieben, ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren in Hamburg. 1973 bis 1998 hatte Wieben die ARD-Nachrichtensendung mit geprägt und war eines der bekanntesten TV-Gesichter Deutschlands.

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Früherer "Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben ist tot

Der ehemalige Sprecher der "Tagesschau", Wilhelm Wieben, ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren in Hamburg. 1973 bis 1998 hatte Wieben die ARD-Nachrichtensendung mit geprägt und war eines der bekanntesten TV-Gesichter Deutschlands.

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Vor seiner Zeit als Nachrichten-Sprecher war Wieben, der an der Max-Reinhardt-Schule in Berlin zum Schauspieler ausgebildet wurde, am Theater aufgetreten und als Hörfunk-Sprecher sowie Ansager im Fernsehen im Einsatz. Der "Tagesschau"-Redaktion gehörte er schon einige Jahre als Off-Sprecher an, bevor er zu einem ihrer prominentesten Gesichter wurde.

"Es war für mich eine wunderschöne Berufszeit. Aber wenn es vorbei ist, ist es vorbei", sagte Wieben nach seiner letzten "Tagesschau"-Ausgabe. Da hatten ihn Musiker wie Falco, Udo Lindenberg und die Band "Fettes Brot" bereits in Songs verewigt.

Bekenntnis zur Homosexualität

In die Schlagzeilen war Wieben geraten, nachdem die Schauspielerin Inge Meysel 1995 in einem "Stern"-Interview seine Homosexualität ansprach. Die Reaktionen danach seien einhellig positiv gewesen, erzählte Wieben später und erklärte: "Inzwischen habe ich eigentlich kein Verständnis dafür, wenn jemand aus seiner Homosexualität ein Geheimnis macht."

Plattdeutsch als Muttersprache

Der aus Dithmarschen stammende Wieben, der vor der "Tagesschau"-Kamera stets korrektestes Hochdeutsch sprach, war auch Autor und Herausgeber verschiedener Bücher auf Plattdeutsch, das er als seine Muttersprache betrachtete, er gab Lesungen und nahm Hörbücher auf.