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Bildrechte: pa/dpa Gerald Matzka

Eingang zu der Theaterkasse im Admiralspalast Berlin

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    Freie Künstler fordern Existenzgeld in der Corona-Krise

    Keine Auftritte, keine Gagen: Die Corona-Krise trifft freischaffende Künstler besonders hart. Sie fordern mehr Unterstützung vom Staat. Nun haben sie in Berlin demonstriert.

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    • BR24 Redaktion

    Mit einem Protestmarsch haben Freischaffende Künstler in Berlin auf ihre prekäre Lage in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Durch die Absage aller Kulturveranstaltungen seien zahlreiche freie Künstler ihrer Existenzgrundlage beraubt worden, erklärte die Initiative "Künstler! Hilfe! Jetzt!".

    Teilnehmer fordern monatliches Existenzgeld

    Die Teilnehmer verwiesen darauf, dass sie bereits seit März nicht mehr arbeiten können und forderten ein monatliches Existenzgeld zur Deckung der Lebenshaltungskosten. Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) nahm ebenfalls an der Demonstration teil und sprach sich für bessere Corona-Hilfen durch den Bund aus. Die solo-selbstständigen Künstlerinnen und Künstler seien beim Konjunkturpaket der Bundesregierung komplett übergangen worden, während Unternehmen unterstützt würden, erklärten die Protestveranstalter und kritisierten diese Ungleichbehandlung.

    Kritik an der Bundesregierung

    Viele Kulturschaffende sind eigenen Angaben zufolge bereits unter die Armutsgrenze gerutscht. Die Politik liefere keine Aussicht, wann freie Künstlerinnen und Künstler wieder arbeiten und mit einem regulären Einkommen rechnen könnten. Bund und Länder würden sich zudem gegenseitig die Verantwortung zuschieben.

    Zudem forderten die freien Künstler mehr Wertschätzung ihrer Arbeit, Gleichberechtigung bei künftigen Corona-Konjunkturhilfen, ein zeitlich befristetes Existenzgeld für alle Kunst- und Kulturschaffenden bis zur vollständigen Aufhebung aller Corona-Maßnahmen sowie eine sofortige Aufhebung des Singverbots in geschlossenen Räumen in Berlin.

    "Kulturschaffende werden in Hartz IV gezwungen"

    Berlins Kultursenator Lederer sieht die Hauptverantwortung für die Lage der freien Künstler unterdessen vor allem beim Bund. Die Bundesregierung zwinge Kulturschaffende in Hartz IV . "Das ist bürokratischer Irrsinn und nicht adäquat", so Lederer auf Twitter.

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