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Florian Illies verlässt den Rowohlt Verlag | BR24

© picture alliance/Gregor Fischer/dpa

Florian Illies, noch Geschäftsführender Verleger des Rowohlt Verlags, bei einer Buchpräsentation im September 2019 in Berlin

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    Florian Illies verlässt den Rowohlt Verlag

    Florian Illies wird überraschend seinen Chefposten beim Hamburger Rowohlt Verlag aufgegeben. Der Weggang des 48-Jährigen erfolge auf eigenen Wunsch. Seine Amtsübernahme vor einem Jahr war von Protesten begleitet gewesen.

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    Das Intermezzo war denkbar kurz: Erst im Januar 2019 hatte Schriftsteller Florian Illies die verlegerische Geschäftsführung des Hamburger Rowohlt Verlags übernommen. Jetzt, nur ein knappes Jahr später, folgt das überraschende Ende. Bereits im Herbst dieses Jahres wird Illies seinen Posten als Verleger auf eigenen Wunsch aufgeben.

    "Ich weiß, es war eine nur kurze Zeit an der Spitze dieses großartigen Hauses. Aber nach reiflicher Überlegung habe ich mich dafür entschieden, einen anderen Weg zu gehen und mich dem Schreiben zu widmen", wird Illies in einer Pressemitteilung zitiert.

    Eklat bei Amtsübernahme

    Der 48-Jährige, der als Autor von Büchern wie "Generation Golf" und "1913" regelmäßig auf den Bestsellerlisten landete, hatte 2019 die Nachfolge von Barbara Laugwitz angetreten. Sie hatte zuvor fünf Jahre lang den Verlag geleitet. Ihre Entlassung hatte unter den Autoren für Verwunderung und Entsetzen gesorgt. In einem offenen Brief äußerten unter anderem Katharina Adler, Thomas Melle, Margarete Stokowski und Heinz Strunk damals ihren Missmut.

    Rowohlt-Geschäftsführer Stefan von Holtzbrinck sagte zu Illies Weggang: "Ich bedauere die Entscheidung von Florian Illies sehr, aber ich habe davor großen Respekt. Für seine wertvolle Arbeit an der Spitze des Rowohlt-Verlages, für den 2019 ein außerordentlich starkes Jahr gewesen ist, danke ich ihm von Herzen."

    Wann genau Illies den Verlag verlassen wird und wer seine Nachfolge antreten wird, will der Verlag zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen.

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