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Filmdebüts ohne Folgen - "One Film Wonders" in München | BR24

© Bayern 2

Das Werkstattkino in München präsentiert diesen Sommer eine ganz besondere Reihe: Filme von RegisseurInnen, die (bislang) nur einen Kinofilm gedreht haben. Mit dabei: John Malkovich und Ryan Gosling.

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Filmdebüts ohne Folgen - "One Film Wonders" in München

Das Werkstattkino in München präsentiert diesen Sommer eine ganz besondere Reihe: Filme von RegisseurInnen, die (bislang) nur einen Kinofilm gedreht haben. Mit dabei: John Malkovich und Ryan Gosling.

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So mancher prominente Schauspieler will mal die Seite wechseln und selbst Regie führen. Das kann bestens funktionieren und zum neuen Job werden – wie etwa bei Clint Eastwood – oder ein Einzelfall bleiben. Doris ("Dolly") Kuhn und Bernd Brehmer vom Werkstattkino zeigen eine ganze Reihe von Debüt-Kinofilmen, auf die kein Zweitwerk folgte. Unter anderem im Programm: Charles Laughtons "Die Nacht des Jägers" oder Ryan Goslings "Lost River".

Gosling erzählt vom kaputten Detroit

So erfolgreich Gosling als Hollywoodschauspieler ist, so umstritten ist sein Debüt als Regisseur: "Da gehen die Meinungen ziemlich weit auseinander. Es gibt sehr viele Leute, die diesen Film fürchterlich finden. Ich finde den ganz fantastisch. Das ist eine sonderbare Geschichte, die am Rande des sehr kaputten Detroit spielt", sagt Doris Kuhn. Und die heftige Kritik an "Lost River" hat vermutlich dazu beigetragen, dass der sonst erfolgsverwöhnte Gosling (bisher) keinen zweiten Film als Regisseur in Angriff genommen hat.

© dpa/ picture alliance / empics

Ryan Gosling bei der Vorstellung seines Filmdebüts

Schwer zugängliche Einzelstücke

Auch John Malkovich hat 2002 mit seinem Debütfilm "Der Obrist und die Tänzerin" ("The Dancer Upstairs") in den Augen von Doris Kuhn ein großes Versprechen auf mehr gegeben – und bisher nicht gehalten. "Das ist eine Geschichte über einen Polizisten und eine Tanzlehrerin, den ich vor vielen Jahren mal gesehen habe und wahnsinnig schön fand", erinnert sich Doris Kuhn. Und Bernd Brehmer, der die Reihe mit ihr gestaltet, erzählt, wie schwer es war, an den Film heranzukommen – was auf viele der gezeigten One Film Wonders zutrifft: "Sämtliche Filmkopien, die damals noch gezogen wurden, sind mittlerweile vernichtet. Der Verleih, der in Deutschland auch die Rechte hat, konnte uns gar nicht mehr beliefern mit Material. Das heißt, da mussten wir uns selbst darum kümmern. Und dann greift man auch gerne mal auf Privatarchive zurück. Das ist etwas, was wir gerne in dieser Sommerreihe machen, zumindest hier und da analoges Material einzustreuen, wenn möglich auch noch wieder das Bewusstsein für das analoge 16 und 35-Millimeter-Kino zu schärfen."

"One-Film Wonders": Die Reihe läuft noch bis 28. August im Werkstattkino. "Lost River" von Ryan Gosling wird am 22.08. gezeigt, "Der Obrist und die Tänzerin" von John Malkovich am 27. August.

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