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Bildrechte: WIKIMEDIA / CHRISTIE’S IMAGES LTD. 2021

Welche ist echter? Da Vincis Mona Lisa, die im Louvre hängt (links), daneben die Kopie, die Raymond Hekking erstand.

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    Falsche Mona Lisa für 300.000 Euro: Vom Wert der guten Kopie

    Eine täuschend echte Mona Lisa wird nun bei Christie's in Paris versteigert. Dabei handelt es sich um eine Kopie aus dem Nachlass des Antiquars Raymond Hekking, der von der Echtheit seines Bildes überzeugt war. Geschätzter Wert: bis zu 300.000 Euro.

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    • BR24 Kultur

    Es wurde unzählige Male kopiert: das Meisterwerk von Leonardo da Vinci, das Hunderttausende in den Pariser Louvre zieht. Eine der berühmtesten Kopien aber ist die sogenannte Hekking-Mona-Lisa. Sie stammt von Anfang des 17. Jahrhunderts, der Maler ist nicht bekannt. Der Kunstsammler und Antiquar Raymond Hekking erstand das Bild bei einem Händler in der Nähe von Nizza. Er war zeitlebens überzeugt, bei der Mona Lisa im Pariser Louvre handele es sich in Wahrheit um eine Fälschung - und er sei im Besitz des Originals. Hekking behauptete das auch lange Zeit selbstbewusst in französischen Medien und bei Kunsthistorikern.

    Christie's-Experte Etienne: "perfektes Beispiel für die Faszination, die die Mona Lisa ausübt"

    Hekkings These: Das weltberühmte Gemälde wurde vertauscht, nachdem der Italiener Vincenzo Perugia die Mona Lisa 1911 aus dem Louvre gestohlen hatte, um sie in seine Heimat zurückzubringen. Nach der Festnahme Perugias kam das Bild zurück nach Paris. 1977 starb Hekking und hinterließ die Kopie seiner Familie. Christie's-Experte Pierre Etienne sagte, sie sei "das perfekte Beispiel für die Faszination, die die Mona Lisa ausübt".

    Ab Freitag wird die gelungene Kopie bei Christie's in Paris versteigert. Sie ist zwar günstiger zu haben als das Original von da Vinci, allerdings wird der Käufer oder die Käuferin Schätzungen zufolge immerhin auch zwischen 200.000 und 300.000 Euro aufbringen müssen.

    (Mit dpa-Material.)

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