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Europäischer Filmpreis für "The Favourite" | BR24

© pa/dpa/Petros Giannakouris

Archivbild: Regisseur Lanthimos Yorgos mit Schauspielerin Ariane Labed

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    Europäischer Filmpreis für "The Favourite"

    Die Historiengroteske "The Favourite" von Regisseur Yorgos Lanthimos ist als bester europäischer Film ausgezeichnet worden. Lanthimos bekam bei der Gala in Berlin auch den Preis für die beste Regie.

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    "The Favourite" ist nach Meinung der Europäischen Filmakademie der beste Film des Jahres. In dem Werk des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos spielt die britische Schauspielerin Olivia Colman die übellaunige Queen Anne, um deren Gunst zwei Frauen (Rachel Weisz und Emma Stone) im 18. Jahrhundert buhlen. Lanthimos gewann auch den Filmpreis für die beste Regie.

    Insgesamt sechs Filme waren als bester Spielfilm für den Europäischen Filmpreis nominiert. Neben dem deutschen Drama "Systemsprenger" waren es der Königshofgroteske "The Favourite", die schon vorab vier Preise sicher hatte, nämlich für Kamera, Schnitt, Kostüm und Maske. Außerdem waren nominiert: Das Drama "Leid und Herrlichkeit" von Pedro Almodóvar, die Mafia-Geschichte "The Traitor" von Marco Bellocchio , das Sozialdrama "Les Misérables" und Roman Polanskis neuer Film "An Officer and a Spy" ("J'accuse").

    Zwei Monate vor den Oscars in den USA machte sich das deutsche Drama "Systemsprenger" in Berlin Hoffnungen auf Preise. Es wurde zwar nicht bester Film, erhielt jedoch eine Auszeichnung für die Musik. Der Film soll für Deutschland ins Rennen um den Auslands-Oscar gehen. Rund eine halbe Million Kinobesucher haben den Film, der auf der Berlinale den Alfred-Bauer-Preis als Silbernen Bären gewann, schon gesehen.

    Olivia Colman und Antonio Banderas geehrt

    Die Britin Olivia Colman und der Spanier Antonio Banderas wurde als beste Schauspieler ausgezeichnet. Die 45-jährige Colman erhält den Preis für ihre Rolle in "The Favourite". Der 59-Jährige Banderas wurde für seine Rolle im Drama "Leid und Herrlichkeit" von Pedro Almodóvar ausgezeichnet.

    Werner Herzog für Lebenswerk geehrt

    Wie immer waren am Samstagabend auch einige Größen und Promis anwesend: Der Ehrenpreis für das Lebenswerk ging diesmal an den Regisseur Werner Herzog (77). Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche (55) wurde für ihr Engagement für das Kino geehrt. Auch die Macher der TV-Serie "Babylon Berlin" sollten geehrt werden.

    Der Europäische Filmpreis wird jährlich wechselnd in Berlin und in einer anderen europäischen Stadt vergeben. Die mehr als 3.600 Mitglieder der Europäischen Filmakademie stimmen über viele der Preisträger ab. Die Auszeichnung für den besten europäischen Film haben schon mehrere deutsche Regisseure geholt, etwa Fatih Akin mit "Gegen die Wand" und Maren Ade mit "Toni Erdmann". Im vergangenen Jahr ging der Preis an das Drama "Cold War – Der Breitengrad der Liebe" von Pawel Pawlikowski.

    Die wichtigsten Gewinner des Europäischen Filmpreises im Überblick:

    Bester Spielfilm: "The Favourite" (Großbritannien/Irland) von Yorgos Lanthimos

    Beste Komödie: "The Favourite" (Großbritannien/Irland) von Yorgos Lanthimos

    Beste Schauspielerin: Olivia Colman in "The Favourite"

    Bester Schauspieler: Antonio Banderas in "Leid und Herrlichkeit"

    Beste Regie: Yorgos Lanthimos für "The Favourite"

    Bestes Drehbuch: Céline Sciamma für "Porträt einer jungen Frau in Flammen"

    Bester Dokumentarfilm: "For Sama" (Großbritannien/USA) von Waad al-Kateab & Edward Watts

    Beste Kamera: Robbie Ryan für "The Favourite"

    Beste Filmmusik: John Gürtler für "Systemsprenger"

    Bestes Sounddesign: Eduardo Esquide, Nacho Royo-Villanova & Laurent Chassaigne für "A Twelve-Year Night"

    Bester Schnitt: Yorgos Mavropsaridis für "The Favourite"

    Bestes Szenenbild: Antxon Gómez für "Leid und Herrlichkeit"

    Bestes Kostümbild: Sandy Powell für "The Favourite"

    Bestes Maskenbild: Nadia Stacey für "The Favourite

    Beste visuelle Effekte: Martin Ziebell, Sebastian Kaltmeyer, Néha Hirve, Jesper Brodersen & Torgeir Busch für "About Endlessness"

    Europäischer Beitrag zum Weltkino: Juliette Binoche

    Ehrenpreis für das Lebenswerk: Werner Herzog

    Erfolgreiche Serie: Achim von Borries, Henk Handloegten und Tom Tykwer für "Babylon Berlin"

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