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Eröffnet wird das DOK.fest München mit dem Film "Nawalny".

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Eröffnung mit "Nawalny": DOK.fest München als duales Festival

Auf dem Programm stehen 132 Filme aus 55 Ländern, die ab Anfang Mai im Kino sowie online zu sehen sind. Eröffnet wird das DOK.fest mit "Nawalny" – mit geheimen Aufnahmen aus dem Flugzeug, in dem der russische Oppositionelle getötet werden sollte.

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Das DOK.fest München findet in diesem Jahr erstmals als duales Filmfestival statt. Die Beiträge sind vom 4. bis 15. Mai im Kino sowie vom 9. bis 22. Mai online zu sehen, wie die Veranstalter am Montag in München mitteilten. Durch versetzte Zeitfenster könnten internationale Filme in den ersten fünf Tagen exklusiv auf der Leinwand präsentiert werden. Auf dem Programm stehen 132 Filme aus 55 Ländern.

Eröffnet wird das Festival am 4. Mai mit dem Dokumentarfilm "Nawalny". Der kanadische Regisseur Daniel Roher begleitet den bekanntesten russischen Oppositionellen und Putin-Gegner Alexei Nawalny von dem beinahe tödlichen Gift-Attentat bis zu seiner Rückkehr nach Moskau und seiner Inhaftierung. Am Anfang stehen geheime Aufnahmen, die in dem Flugzeug gemacht worden sein sollen, in dem Nawalny mit dem Nervengift Nowitschok getötet werden sollte. "Der Film lässt uns hautnah ein Stück Weltgeschichte erleben und bezeugt, mit welch brutalen Mitteln Putin seine Macht in Russland behauptet", sagt Festivalleiter Daniel Sponsel.

Rückkehr des DOK.fests in die Kinos

Die Zuschauer sind dabei, als dessen Frau im russischen Krankenhaus um das Leben ihres Mannes bangt; als Nawalny in der Berliner Charite gerettet wird und im Schwarzwald wieder zu Kräften kommt. Der dortige Aufenthalt steht im Zentrum des Films. "Die Situation der politischen Opposition in Russland ist mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine noch ungleich gefährlicher geworden", sagt Festivalleiter Sponsel. "Der lupenreine Autokrat Putin aber auch noch ein Stück einsamer." Mit Nawalny habe Putin einen starken politischen Gegner, der bereit sei, alles aufs Spiel zu setzen, seine politischen Strategien und sogar sein eigenes Leben.

Das Team um Sponsel und Adele Kohout freut sich nach eigenen Angaben darauf, nach zwei reinen Online-Editionen – vorbehaltlich der Entwicklung der Pandemie – endlich wieder in die Kinos zurückkehren zu können. Filmgespräche sollen auf der digitalen Leinwand und in den Kinos stattfinden. Geplant sei, internationalen Filmschaffenden zu ermöglichen, persönlich über ihre Werke mit dem Publikum zu sprechen. Andere Filmemacher sollen aus aller Welt zugeschaltet werden.

Mit Material der Nachrichtenagentur KNA

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