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Erfinder des "I love NY"-Logos gestorben | BR24

© dpa-Bildfunk/Christina Horsten

Erfinder des "I love NY"-Logos gestorben

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    Erfinder des "I love NY"-Logos gestorben

    Milton Glaser wollte die Gefühle für seine Heimat New York ausdrücken und erfand das weltberühmte Logo. Sein Stil war einfach, geistreich und prägend bis heute. Sein Symbol mit dem roten Herzen wurde von vielen Städten weltweit kopiert.

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    Der weltberühmte Designer Milton Glaser ist gestern, an seinem 91. Geburtstag, gestorben. Die "New York Times" berichtet unter Berufung auf seine Frau Shirley, dass er einen Schlaganfall und ein Nierenversagen erlitten habe.

    Mit dem Logo "I love NY" das Image von New York aufbessern

    Das plakative Logo "I love NY", wobei Glaser das "love" graphisch durch ein Herz darstellte, erdachte er sich als Teil einer Werbekampagne 1977, um das Image des US-Staats New York aufzupolieren. Zu der Zeit bestimmten Kriminalität und Haushaltsprobleme die Schlagzeilen. Das Symbol mit dem roten Herzen wurde von vielen Städten weltweit kopiert.

    Fast 25 Jahre später, wenige Tage nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, machte sich Glaser erneut an sein berühmtes Logo. Er fügte eine dunkle Narbe zu dem roten Herz hinzu und schrieb darunter "more than ever". Der "New York Times" sagte er damals, wenn man einen Herzinfarkt habe, sterbe ein Teil des Herzens. Wenn man sich aber davon erhole, sei zwar ein Teil deines Herzens weg, aber die Menschen im eigenen Leben würden viel wichtiger, und es gebe ein größeres Bewusstsein für den Wert von Dingen.

    Zukunftsweisendes Design

    Glaser wurde 1929 in der Bronx geboren. Er studierte an der New Yorker Kunstschule Cooper Union und in Italien. Zu seinen Werken gehörten Logos, Plakate, Buchumschläge, und er war Ende der 60er-Jahre Mitbegründer des "New York Magazine". 2009 wurde Glaser mit der hohen US-Auszeichnung National Medal of Arts geehrt.

    Glasers Grafikdesigns galten als so zukunftsweisend und einflussreich, dass seine Arbeiten in späteren Jahren von Sammlern aufbewahrt und als bildende Kunst betrachtet wurden. Glaser selbst wollte den Begriff "Kunst" lieber gar nicht verwenden, er wollte den Begriff "Kunst" sogar abschaffen und alles "Arbeit" nennen. Sei etwas außergewöhnlich und berührend, könne man ein Werk "großartige Arbeit" nennen.

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