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Emmy Awards: Auch deutsche Mini-Serie "Unorthodox" nominiert | BR24

© Anika Molnar/Netflix

Inspiriert vom Leben der Autorin Deborah Feldman und ihrem Bestseller "Unorthodox": Die gleichnamige Serie ist für mehrere Emmys nominiert

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    Emmy Awards: Auch deutsche Mini-Serie "Unorthodox" nominiert

    Die Coming-of-Age-Geschichte der ultra-orthodoxen Jüdin Esther, ihre Flucht von New York nach Berlin, war in Deutschland ein Riesenerfolg. Jetzt ist die Mini-Serie für mehrere Emmys vorgeschlagen. In den Hauptkategorien deutet sich ein Zweikampf an.

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    Die diesjährige Emmy-Verleihung in den USA könnte zum Duell der Streaming-Anbieter Netflix und dem Pay-TV-Sender HBO werden. Die jetzt bekanntgegebenen Nominierungen entfielen oft auf eine der beiden Plattformen – der Streamingdienst Netflix bricht dabei mit insgesamt 160 Nominierungen alle Rekorde.

    Netflix gegen HBO

    Hoffnungen auf den Preis für die beste Drama-Serie können sich etwa die Netflix-Produktionen "The Crown" und "Stranger Things" machen, ebenfalls in dieser Kategorie nominiert ist auch "Succession" von HBO. Der Bezahl-Sender geht in der Rubrik der besten Comedy-Serie mit "Lass es, Larry!" und "Insecure" ins Rennen, Netflix mit "Schitt's Creek", "Dead to me" und "The Kominsky Method". Die düstere Superhelden-Dramaserie "Watchmen", die sich mit Rassismus auseinandersetzt, bekam mit 26 die meisten Nominierungen für einen Emmy Award in diesem Jahr. "The Marvelous Mrs. Maisel", eine Amazon-Komödie über eine jüdische Hausfrau und Mutter in New York, erhielt mit 20 die zweitmeisten, die Netflix-Serie "Ozark" bekam 18 Nominierungen.

    Deutsche Erfolgsserie "Unorthodox" für acht Emmys nominiert

    Auch "Unorthodox" wurde in der Kategorie der besten begrenzten Serie nominiert. Die Mini-Serie, in der zwei Welten aufeinanderprallen, gehörte in Deutschland zu den meistgeschauten TV-Highlights des Jahres. In den vier Folgen auf Jiddisch, Englisch und Deutsch geht es um die Emanzipationsgeschichte einer ultra-orthodoxen Jüdin aus der Religionsgemeinschaft der Satmarer in Brooklyn, die ausgerechnet in Berlin ein neues Leben beginnen will.

    Die in New York spielenden Szenen basieren lose auf dem 2012 erschienenen Bestseller "Unorthodox" von Deborah Feldman. Der etwas klischeebeladene Handlungsstrang in Berlin ist dagegen fiktiv. Die Serie ist auch noch in sieben weiteren Kategorien für den begehrten Fernsehpreis nominiert, auch Hauptdarstellerin Shira Haas darf sich für ihre Rolle als Esther Shapiro Hoffnungen machen.

    Die Emmys werden in über 100 Kategorien vergeben, die Auswahl treffen etwa 23 000 Mitgliedern der Television Academy. 2020 fallen die Preise in ein Krisenjahr, in dem Fernsehen und die Streamingdienste für viele Menschen weltweit besonders wichtig wurden – in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen sorgten die Angebote für willkommene Abwechslung. Wegen der Corona-Pandemie musste allerdings schon die Zeremonie der Nominierungen virtuell stattfinden. Die Preisvergabe mit Moderator Jimmy Kimmel ist am 20. September 2020.

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