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Elf Millionen für ein Gemälde: Künstler Banksy kritisiert das | BR24

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Ein Gemälde des Street-Art-Künstlers Banksy ist für die Rekordsumme von rund elf Millionen Euro versteigert worden.

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Elf Millionen für ein Gemälde: Künstler Banksy kritisiert das

Ein Ölgemälde des Street-Art-Künstlers Banksy wurde vom Auktionshaus Sotheby's für mehr als elf Millionen Euro versteigert. Veranschlagt war nur ein Fünftel davon. Banksy kritisierte jetzt auf Instagram, wie der Kunsthandel funktioniert.

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Das Gemälde des Street-Art-Künstlers Banksy zeigt das britische Unterhaus voll besetzt mit Affen. Donnerstagabend hat das Auktionshaus Sotheby's das vier Meter lange Kunstwerk versteigert - für 9,8 Millionen Pfund. Das sind umgerechnet gut elf Millionen Euro. Veranschlagt war nur ein Fünftel davon.

Der Künstler, der seine Identität geheim hält, reagiert mit kritischen Worten auf der Social-Media-Plattform Instagram und zitiert dafür den Kunstkritiker Robert Hughes. Anstatt dass ein Kunstwerk "das gemeinschaftliche Eigentum der Menschheit" sei, gehöre es nur demjenigen, der es sich leisten könne. "Angenommen jedes lohnenswerte Buch würde eine Million Dollar kosten - stellen Sie sich vor, welch katastrophale Auswirkung das auf die Kultur hätte", heißt es weiter in dem Zitat.

Gemäldeverkauf mit mehreren Unbekannten

Banksy selbst schreibt in seinem Instagram-Post: "Schade, dass es nicht mehr mir gehörte." Wem das Gemälde zuletzt gehörte, ist nicht bekannt. Auch wer es ersteigert hat, blieb geheim. Und über Banksy weiß man ohnehin sehr wenig. Bekannt ist nur, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er-Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven.

Erstmals 2009 in einer Ausstellung

Das nun versteigert Gemälde heißt "Devolved Parliament", was doppeldeutig ist: "Devolved" kann im Sinne der britischen Reform vom Zentralstaat hin zur regionalen Verwaltung "dezentralisiert" bedeuten, aber auch als "zurückentwickelt" im Sinne einer umgekehrten Evolution verstanden werden. Erstmals war es 2009 in einer Ausstellung in Bristol zu sehen. Damals hieß es noch "Question Time" ("Fragestunde"). Der Künstler arbeitete später einige Details um.