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"Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" nach Amos Oz | BR24

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"Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" nach Amos Oz

Außenminister Frank-Walter Steinmeier stellte den Film über die Kindheit des israelischen Schriftstellers Amos Oz kürzlich beim Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg dem Premierenpublikum vor. Jetzt kommt er in die Kinos. Von Moritz Holfelder

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Sie schrieb nicht nur das Drehbuch und führt Regie, sondern spielt auch die Hauptrolle. Natalie Portman ist Fania, die Mutter von Amos Oz, eine Frau, die an der desillusionierenden Wirklichkeit in ihrer neuen Heimat zerbricht. Jerusalem in den vierziger Jahren – dort hoffen die aus Europa geflüchteten Juden auf einen israelischen Staat, der ihre rechtmäßige Heimat werden soll.

Von diesem gelobten Land träumen auch Amos' Eltern: seine fantasievolle Mutter und sein intellektueller Vater. Der Bibliothekar hat gerade sein erstes Buch über hebräische Literatur veröffentlicht und hält seinem zehnjährigen Sohn wissenschaftliche Vorträge. Und die Mutter erzählt wehmütig schöne Geschichten von früher, von ihrer Familie und ihrem Zuhause in Polen.

Ein Mutter-Sohn-Psychogramm

Wer als Zuschauer nicht viel weiß über die Gründung des israelischen Staates, bleibt in dieser Geschichte etwas außen vor. Und wenn Natalie Portman dann auch noch versucht, die spätere Schriftsteller-Karriere von Amos Oz mit den nostalgischen Geschichten zu motivieren, die ihm seine Mutter erzählt, tritt die küchenpsychologische Einfallslosigkeit der Regiedebütantin in Charakterzeichnung und Stoffentwicklung endgültig in den Vordergrund.

„Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" ist gut gemeint, aber leider nicht wirklich gelungen. Da ist die Romanvorlage von Amos Oz viel lohnender!