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Ludwig Thoma
© picture alliance / dpa

Autoren

Christoph Leibold
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Ludwig Thoma

"Ludwig Thoma. Ein erdichtetes Leben“ hat Martin A. Klaus sein Buch genannt. Spätestens in den „Erinnerungen“, an denen Thoma kurz nach seinem 50.Geburtstag schrieb, fing der Autor der "Lausbubengeschichten" oder von "Jozef Filsers Briefwexel" an, sich eine heile Familienwelt zusammenzudichten.

Schwierige Familienverhältnisse

Dabei war vor allem die Beziehung zur Mutter, die wollte, dass der Sohn Priester wird, stets belastet. Und der Vater hatte bei seinem frühen Tod – Sohn Ludwig war da gerade erst sieben – nahezu die gesamten Ersparnisse der Familie durchgebracht. In seinem Roman „Der Ruepp“ hat Thoma das literarisch verarbeitet.

Thoma - ein Scheinheiliger?

In der Fiktion, sagt Buchautor Martin A. Klaus, kommt Thoma der Wahrheit oft wesentlich näher, als im autobiografischen Schreiben. Es ist das Bild eines Scheinheiligen, das Klaus da von dem Mann zeichnet, der im Satire-Blatt „Simplicissimus“ doch eigentlich selbst gegen Doppelmoral zu Felde zog. Aber gerade das macht dieses Buch über Ludwig Thoma natürlich so lesenswert.

Autoren

Christoph Leibold

Sendung

kulturWelt vom 03.01.2017 - 08:30 Uhr