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"Ein deutsches Leben" - ein filmisches Porträt Brunhilde Pomsels | BR24

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"Ein deutsches Leben" - ein filmisches Porträt Brunhilde Pomsels

"Ein deutsches Leben" ist eine Doku über die ehemalige Sekretärin von Joseph Goebbels, die vor wenigen Wochen im Alter von 106 Jahren gestorben ist. Morgen startet der Film in den Kinos. Von Knut Cordsen

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Brunhilde Pomsel: „Ich könnte keinen Widerstand leisten. Ich gehöre zu den Feigen.“

103 Jahre alt war Brunhilde Pomsel, als sie dem Filmemacher Christian Krönes ein langes Interview über ihr Leben gab – „Ein deutsches Leben“. Joseph Goebbels, für den sie von 1942 an tippte, beschreibt sie als „tobenden Zwerg“ und „guten Schauspieler“. Aber es sind gar nicht die wenigen Einblicke ins Zentrum des Bösen, ins Propagandaministerium der Nationalsozialisten, die den Film interessant machen. Es ist vielmehr die unverhohlen apolitische Haltung der Brunhilde Pomsel.

Brunhilde Pomsel: „Politik – wieso? Bin ja eine Frau, muss ja auch nicht.“

Zeitzeugin - und auch Mittäterin?

„Sehr äußerlich“ und „dumm“ sei sie in jungen Jahren gewesen, sagt Pomsel. Und beschreibt das Leben in der NS-Zeit als ein heute unvorstellbar „enges“ ...

Brunhilde Pomsel: „... wie unter einer Glocke. Wir waren ja alle ... wir waren ja selber alle ein riesiges Konzentrationslager.“

Derlei Aussagen kontrastiert der Film mit Aufnahmen von Leichenbergen aus den Stätten der Massenvernichtung. Auch die Schuldfrage lässt der sehenswerte Film nicht unberührt.

Brunhilde Pomsel: „Nein, ich würde mich nicht als schuldig betrachten. Es sei denn, man wirft dem ganzen deutschen Volk vor, dass sie letzten Endes dazu beigetragen haben, dass diese Regierung überhaupt ans Ruder gekommen ist. Das sind wir alle gewiss gewesen – auch ich.“