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Digitaler Tag des offenen Denkmals | BR24

© picture-alliance/Thomas Robbin

Eins von Bayerns Denkmälern, digital erkundbar: das Schlossufer in Aschaffenburg.

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    Digitaler Tag des offenen Denkmals

    3-D-Führungen, virtuelle Touren, 360-Grad-Ansichten: Zum Tag des offenen Denkmals präsentieren sich viele Denkmäler erstmals digital. Eigentümer, Denkmalämter, Vereine und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bieten virtuelle Formate.

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    Von Videoführungen und virtuellen Spaziergängen über Podcasts bis hin zu eindrucksvollen Drohnenaufnahmen: Erstmals sind am Tag des offenen Denkmals Blicke hinter die Fassaden rein digital möglich. Auf ihrer Internetseite hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein buntes Programm zusammengestellt.

    Denkmäler virtuell erkunden

    Während 2019 deutschlandweit rund 8.000 Denkmäler für Besucher zugänglich waren, soll in diesem Jahr vor allem das Engagement der Denkmalpfleger und der digitalen Programmgestalter gezeigt werden. Das digitale Programm mache erstmals die "Ausstrahlung und Beteiligung verschiedenster Akteure beim Tag des offenen Denkmals sichtbar", so der Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Steffen Skudelny. Viele Veranstaltungen können die Besucher per Live-Schalte verfolgen und teilweise sogar mitdiskutieren.

    Auch Bayerns Denkmäler können dieses Jahr virtuell erkundet werden. Unter den Teilnehmern finden sich viele Klassiker. Beispielsweise gibt es eine virtuelle 360-Grad-Führung durch das Regensburger Prämonstratenser-Kloster. Aber auch weniger bekannte Denkmäler aus kleineren Städten und Landkreisen sind dabei.

    Klassiker und Kurioses in Bayern

    Die St.-Johannis-Kirche in Lauf an der Pegnitz, 1275 als Kapelle erbaut, gilt mit ihren Glocken, schmiedeeisernen Gittern und bemalten Laternen als hohe Handwerkskunst. Ein Film führt durch die Kirche bis hinauf in die Spitze des Turmes. Mit Ausblick über das Nürnberger Land hört man dort die historischen Glocken läuten. Auch das Grab des Stifter-Ehepaares Glockengießer in der Spitalruine ist zu sehen.

    Am Passauer Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus wird ein Textblock aus schwerem Granit zum Leben erweckt. Passanten können ihre Eindrücke schildern und auch hier ist filmisch eine Begehung möglich.

    Wie sich im Laufe der Jahrhunderte das Aschaffenburger Schlossufer verändert hat, lässt sich am Tag des offenen Denkmals anhand von historischen Zeichnungen, Stichen, Gemälden und Fotografien virtuell nachempfinden. Gezeigt werden die Veränderungen des Mainufers unterhalb der Altstadt vom 16. Jahrhundert bis heute.

    Das Bürgerhaus in der Judengasse 10 in Rothenburg ob der Tauber ist mehr als 600 Jahre alt. Die Geschichte kann man in einem virtuellen Rundgang bequem von zu Hause aus kennenlernen.

    Interaktive Karte zeigt alle Veranstaltungen

    Am leichtesten lassen sich alle teilnehmenden Denkmäler auf einer interaktiven Karte im Internet einsehen. Passend zum diesjährigen Motto "Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken" erklären und diskutieren Experten und Denkmaleigentümer im Blog #nachgefragt darüber wie nachhaltig die Denkmalpflege ist.

    Der Tag des Denkmals lockt seit 1993 jährlich mehrere Millionen Besucher und findet immer am zweiten Sonntag im September statt. Er soll auf denkmalgeschütze und kulturelle Stätten aufmerksam machen und auch deren Erhalt in den Mittelpunkt rücken.

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