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Die Ukraine und Europa | BR24

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© Bild: picture-alliance/dpa / Karl Schöndorfer / picturedesk.com

Juri Andruchowytsch

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Die Ukraine und Europa

Juri Andruchowytsch ist einer der bekanntesten Schriftsteller der Ukraine. Der eingefrorene Krieg im Osten des Landes ist für ihn ein geopolitischer Konflikt, gegenüber Russland wünscht er sich eine konsequente Haltung der Europäer.

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Wenn es um den Konflikt in der Ost-Ukraine geht, ist Juri Andruchowytsch parteiisch: Die Verantwortung lasse sich nicht beiden Seiten zuschreiben, es gebe mit Russland einen Aggressor und mit der Ukraine ein Land, das seinen eigenen Weg in die Zukunft zu verteidigen habe. Für Andruchowytsch ist die kriegerische Konfrontation historisch und global bedeutsam - und nicht weniger wichtig als etwa das, was in Syrien und anderen Krisenherden auf der Welt derzeit passiert. Der Westen müsse unbedingt seine Sanktionen gegen Russland aufrechterhalte, so sein Appell.

"Ein Land wollte seinen Weg finden, unabhängig von der Sowjetunion und ein integraler Teil der europäischen Gesellschaft werden. Das betrachtet man im ehemaligen imperialen Zentrum als tödliche Gefahr. Ich denke, das ist ein Fehler." Juri Andruchowytsch

Eine europäische Perspektive?

Andruchowytsch, einer der der wichtigsten Vertreter der ukrainischen Gegenwartsliteratur, nennt den Osten der Ukraine eine "Zone von Tod und Grausamkeit", doch in den Nachrichten kommt sein Heimatland nur noch gelegentlich vor. Und in der Frage eines EU-Beitritts spürt Andruchowytsch etwas, was er selbst sehr diplomatisch eine "Art leichter Abgrenzung" nennt: Noch vor zehn Jahren schien eine europäische Perspektive für die Ukraine nicht unmöglich, nun sei diese Frage auch für die fernere Zukunft von der Tagesordnung verschwunden. Dabei zeige sich in Umfragen immer wieder, dass es eine Mehrheit im Land für den EU-Beitritt gebe.

Niels Beintker hat mit Juri Andruchowytsch über die Ukraine, den "eingefrorenen" Krieg und Europa gesprochen.