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Die Jungs von "Bright Eyes": Klangverliebt wie nie zuvor | BR24

© Bayerischer Rundfunk

Hörfunk-Beitrag von Bernhard Jugel

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Die Jungs von "Bright Eyes": Klangverliebt wie nie zuvor

Anfangs veröffentlichte Songschreiber Conor Oberst seine Alben als "Bright Eyes", später stießen zwei weitere Multi-Instrumentalisten hinzu. Nach langer Pause haben Conor Oberst & Co. nun für ein neues Bright-Eyes-Album wieder kooperiert.

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Manchmal ist sie noch da – die Folk-Attitüde der frühen Bright-Eyes-Aufnahmen. Und nach wie vor schafft es Conor Oberst mit wortgewaltigen Bildern und symbolträchtigen Metaphern ambivalente Gefühlszustände zu beschreiben. Aber das neue Bright-Eyes-Album will mehr, will die oft opulenten Texte von Conor Oberst mit ebenso opulenter Musik untermalen und bietet dazu einiges auf: Streicher, Bläser, Backgroundsänger, ein Chor, und als Rhythmusgruppe Flea von den Red Hot Chili Peppers am Bass und Jon Theodore von Mars Volta und den Queens Of The Stone Age am Schlagzeug. Da gibt es dann häufig akustisches Breitwandkino.

Klangverliebt wie nie ...

Wie die Band es schafft, diese Gegensätze zu verbinden, wie sie intime Momente langsam öffnet, die Musik immer mehr intensiviert, wie sie langsam auf den Überschwang eines emotionsgeladenen Refrains zusteuert, aber dann auch wieder auf die Intimität des Anfangs zurückkommt, das ist das Spannende an den Songs dieses Albums. Es ist so klangverliebt wie kaum ein Bright-Eyes-Album zuvor, findet Conor Oberst.

Eigentlich wollten wir zwei Dinge tun, die miteinander konkurrieren, sagt er. Das Album sollte zeitgemäß sein, aber auch die Vorgänger-Platten anschließen. Die Fans sollten sagen können: "So klingen die Bright Eyes."

© Dead Oceans

Cover von Down In The Weeds, Where The World Once Was

Auch wenn auf dem neuen Album Geigen schwelgen und einmal sogar Dudelsäcke tröten, es ist wieder ein typisches Bright-Eyes-Album geworden. Denn was die Musik dieser Band und die Texte von Conor Oberst schon immer getrieben hat, ist auch hier sehr präsent: das Drama des Lebens mit all seinen Höhen und Tiefen.

Songs, die zum Nachdenken anregen

"Down In The Weeds, Where The World Once Was", heißt das neue Album der Bright Eyes, das beim US-Indie-Label Dead Oceans erschienen ist - mit einem guten Dutzend Songs, die zum Nachdenken anregen, denn auf verschiedene Arten kreisen sie alle um den Sinn des Lebens.

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