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Die "Bairische Sprachwurzel" geht an Richard Loibl | BR24

© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Richard Loibl, Direktor des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg, präsentiert seinen Dialektpreis "Bairische Sprachwurzel".

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Die "Bairische Sprachwurzel" geht an Richard Loibl

Traditionell vergibt der Bund Bairische Sprache während des Straubinger Gäubodenvolksfestes die "Bairische Sprachwurzel". Dieses Jahr ging die Auszeichnung an Richard Loibl, den Direktor des Regensburger Museums der Bayerische Geschichte.

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Der Direktor des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg, Richard Loibl, ist in Straubing mit der "Bairischen Sprachwurzel" geehrt worden. Loibl sorge dafür, dass Bairisch nicht ins Museum müsse, sagte Sepp Obermeier, einer der Organisatoren, bei der Verleihung am Sonntag.

"Das ist mein liebster und mein erster Preis. Aber es wäre auch mein liebster, wenn es nicht der erste wäre." Richard Loibl, Direktor des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg

Der Bund Bairische Sprache vergibt den Preis jährlich während des Gäubodenvolksfestes an eine bekannte Persönlichkeit, die öffentlich an ihrem Dialekt festhält. Heuer fand die Verleihung zum 15. Mal statt.

Loibl bewahrte sich seinen Dialekt

Der Vereinsvorsitzende, Sepp Obermeier, überreichte die Glasskulptur an den Niederbayern Loibl, der beruflich vor allem in Schwaben, Oberbayern und der Oberpfalz unterwegs ist. "Da hab' ich mich ein bisserl gewundert, dass ich den Preis bekomme, weil ich gemeint hab', dass ich Hochdeutsch red'", sagte Loibl.

Seine Herkunft verhehlt der 53-Jährige nicht, den Dialekt hat er sich bewahrt. Der Historiker ist in Hengersberg bei Deggendorf aufgewachsen. Als Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte in Augsburg ist er zugleich Direktor des im Juni in Regensburg eröffneten Museums, das sich besonders der Brauchtumspflege widmet - inklusive der Sprache. Zudem lehrt er in München an der Ludwig-Maximilians-Universität.

© BR

Richard Loibl

Laudator lobt Loibl für "Sprachwahrhaftigkeit"

Laudator bei der Verleihung der "Bairischen Sprachwurzel" ist traditionell ein Hochschulprofessor, der ebenfalls Dialekt spricht. Hans-Georg Hermann, Professor für Bayerische Rechtsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, sagte, Loibl müsse als Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte den unterschiedlichen bayerischen Landschaften und Regional-Identitäten gleichermaßen Rechnung tragen. "Historische Wahrhaftigkeit trifft sich bei ihm mit Sprachwahrhaftigkeit, die er weithin sichtbar als Multiplikator befördert", sagte der Laudator.

"Die Bairische Sprachwurzel"

Der Verein "Bund Bairische Sprache e. V." wurde 2011 von Sepp Obermeier gegründet. Er ist dessen Vorsitzender und erfand den Dialektpreis "Die Bairische Sprachwurzel" mit dem folgenden Vergabekriterium: "Prominente, die mit Vorbildcharakter und Multiplikationseffekt einen Tabubruch begehen und in der Öffentlichkeit auch bei offiziellen Anlässen Dialekt sprechen". Bisherige Preisträger der Sprachwurzel sind unter anderem Papst Benedikt XVI., Luise Kinseher, Hans-Jürgen Buchner (Haindling), Stefan Dettl (La Brass Banda), Christian Stückl, Martina Schwarzmann und Georg Ringsgwandl.

Vergangenes Jahr wurde Raumfahrtingenieurin Berti Brigitte Meisinger aus Oberpfaffenhofen mit dem Preis ausgezeichnet. Sie hatte den Start des Astronauten Alexander Gerst mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur Internationalen Weltraumstation ISS im Radio in ihrem heimatlichen Dialekt kommentiert.

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Richard Loibl dirigiert vor der Verleihung des Dialektpreises "Bairische Sprachwurzel" eine bayerische Musikkapelle - Tradition für Preisträger.