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Stand eines Kunsthändler-"Generalisten" in München

Der Trend unter den Antiquitäten- und Kunsthändlern geht zum "Generalisten". Immer mehr Stände zeigen auf der Messe einen dezidierten "Genremix. Da stehen Biedermeier-Möbel unter einem Warhol-Druck. Da weitet die frühere Jugendstil-Spezialistin ihr Angebot auf Art Deco, ja sogar auf Möbel der Nierentischära nach dem Krieg aus.

Das Ende der Spezialisierung: Auf beiden Seiten

Auch die klassischen Sammler, die sich auf ein bestimmtes Gebiet konzentrieren, gibt es immer seltener. Heute besuchen oft Paare, die sich gerade neu einrichten, solche Messen: Sie sind auf der Suche nach dem einen, besonderen Stück, das ihre Wohnung aufwertet und unterscheidbar macht von denen der Nachbarn. Da kann man auf der 97. Kunst und Antiquitäten gut fündig werden: Das Angebot umfasst vier Jahrhunderte – beginnend etwa 1600 - und alle Erdteile.

Boom am Gemäldesektor

Dabei sind Moden nicht zu übersehen: Während es immer weniger spezialisierte Händler für Bereiche wie Porzellan oder Silber gibt, steigt die Nachfrage im Bereich der "Flachware", bei Gemälden und Drucken. Nahezu der ganze äußere Umlauf im runden Postpalast in München ist besetzt mit Händlern, die Ölgemälde und Grafiken anbieten. Dabei beginnt der Preisrahmen im unteren dreistelligen Bereich und endet etwa bei 60.000 Euro für eine auf Marmor gemalte "Anbetung des Jesuskindes" des bekannten flämischen Malers Frans Francken der Jüngere aus dem 17. Jahrhundert. Und die hat museumsreife Qualität.

Eintrittspreis: Neun Euro, ermäßigt sechs Euro.

Autoren

Stefan Mekiska

Sendung

B5 Kultur vom 09.03.2018 - 13:50 Uhr