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© Friede Clausz
Bildrechte: Friede Clausz

Julia Jentsch

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    Der deutsche Berlinale-Beitrag "24 Wochen"

    Nächsten Samstag werden bei der Berlinale die Bären vergeben. Nur ein deutscher Film ist heuer im Wettbewerb der Filmfestspiele vertreten: „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached. Moritz Holfelder hat den Film mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel gesehen.

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    Astrid ist Kabarettistin. Ihr Mann Markus managt sie. Die beiden sind ein eingespieltes Team, doch jetzt ist Astrid zum zweiten Mal schwanger. Die junge Regisseurin Anne Zohra Berrached begleitet ein Paar, welches erfährt, dass ihr Kind behindert auf die Welt kommen wird. Die anfängliche Hoffnung, mit dieser Herausforderung zurechtzukommen, schwindet schon bald.

    Jentsch und Mädel überzeugen

    Nah ist die Kamera an den Menschen in diesem Film; die Dialoge wirken real. Die Schauspieler sind großartig – allen voran Julia Jentsch als Mutter und der bekannte Comedy-Darsteller Bjarne Mädel in seiner ersten Kinohauptrolle als Vater des ungeborenen Kindes.  

    Fachärzte und Hebammen spielen sich selbst

    Realität und Fiktion sollten sich vermischen in „24 Wochen“. Nachdem sich die weibliche Hauptfigur dann eben in der 24. Schwangerschaftswoche entschieden hat, das behinderte Kind abzutreiben, treten viele Laien in diesem Film auf. Fachärzte und Hebammen sollten sich selbst spielen, um die Wirklichkeit und die gesellschaftliche Bedeutung einer späten Abtreibung möglichst authentisch auf die Leinwand zu bringen.

    Jentsch im Rennen als beste Berlinale-Darstellerin

    Emotional berührt waren die meisten Zuschauer des deutschen Wettbewerbs-Beitrages. Für einen Preis wird es vermutlich nicht langen, denn vor allem im zweiten Teil ist „24 Wochen“ etwas fernsehmäßig geraten. Vieles wird allzu konventionell auserzählt – aber die fantastische Julia Jentsch in der Hauptrolle gehört jetzt auf alle Fälle zum Kreis der Schauspielerinnen für die Auszeichnung als beste Darstellerin bei der Berlinale.