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Deniz Gamze Ergüven erhält Lux-Filmpreis des EU-Parlaments | BR24

© Filmverleih Ad vitam

Deniz Gamze Ergüven

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    Deniz Gamze Ergüven erhält Lux-Filmpreis des EU-Parlaments

    Frauen in der Türkei sind nach wie vor mit äußerst konservativen Rollenbildern konfrontiert - ein Alptraum für Filmregisseurin Deniz Gamze Ergüven. Ihr Film "Mustang" erregte in Cannes im Frühjahr viel Aufsehen - und wurde jetzt ausgezeichnet.

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    Der Film "Mustang" der türkischen Regisseurin Deniz Gamze Ergüven ist Gewinner des diesjährigen Lux-Filmpreises des Europaparlaments. Die Koproduktion (Frankreich, Deutschland, Türkei, Qatar) handelt von fünf Schwestern, die sich in ihrer nordtürkischen Heimat gesellschaftlichen Konventionen entziehen. Der Film zeige "junge Frauen in einem goldenen Käfig, die gegen eine konservative und patriarchalische Gesellschaft ankämpfen", sagte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz bei der Preisvergabe in Straßburg. 

    Konkurrenten aus Frankreich und Bulgarien

    In der Endauswahl stand auch "Mediterranea" (Italien, USA, Deutschland, Frankreich, Qatar) von Jonas Carpignano über die Geschichte eines afrikanischen Migranten in Italien. Dritter Kandidat war "Urok (The Lesson)" von Kristina Grozewa und Petar Valchanow (Bulgarien, Griechenland). Er erzählt die Geschichte einer Lehrerin in einer bulgarischen Kleinstadt, die eine Diebin unter den Schülerinnen erwischt. 

    Filme werden in 24 Sprachen übersetzt

    Die Filme der Endauswahl werden mit finanzieller Unterstützung der EU in alle 24 Amtssprachen übersetzt und in allen 28 Mitgliedstaaten gezeigt. Für "Mustang" wird außerdem eine Fassung für Seh- und Hörbehinderte hergestellt. Seit 2007 werden mit dem LUX-Filmpreis alljährlich Filme, die im Zentrum europaweiter öffentlicher Debatten stehen, ins Scheinwerferlicht gerückt.