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Das sind die 10 besten Alben des Jahres 2020 | BR24

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Der Trend zu persönlichen Playlisten mit einzelnen Songs hin oder her: von vorn bis hinten konzipierte Musik-Alben machen auch 2020 noch Sinn

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    Das sind die 10 besten Alben des Jahres 2020

    Auch im Corona-Jahr sind Tausende von Alben erschienen, aufgenommen meist noch vor den Lockdowns. Da die Musiker ihre Songs gerade nicht live bewerben können, feiert Bayern2-Nachtmix-Chef Roderich Fabian hier seine persönlichen Lieblinge des Jahres.

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    Von
    • Roderich Fabian

    Bright Eyes: "Down in the Weeds, Where the World Once Was" (Dead Oceans)

    Es ist ein Comeback, denn Conor Oberst und seine zwei Bright-Eyes-Kollegen Mike Mogis und Nate Walcott hatten zuletzt 2011 ein gemeinsames Album veröffentlicht. Natürlich hat sich die Band aus Omaha nicht komplett neu erfunden, aber ich finde hier einige der schönsten Songs der Band, die erst noch zum Klassiker reifen müssen.

    © Cover: Dead Oceans / Grafik: BR
    Bildrechte: Cover: Dead Oceans / Grafik: BR

    Bright Eyes: "Down in the Weeds, Where the World Once Was" (Dead Oceans)

    Sufjan Stevens: "The Ascension" (Asthmatic Kitty)

    Der Amerikaner, der "Spinner", den ich für eines der wenigen musikalischen Genies halte, die wir momentan haben, kehrt nach diversen Experimenten zum relativ konventionellen Songwriting zurück. Wobei manche Songs hier immer noch wie magische Inspirationen auf mich wirken. Wie hat der Zauberer das bloß wieder gemacht?

    © Cover: Asthmatic Kitty / Grafik: BR
    Bildrechte: Cover: Asthmatic Kitty / Grafik: BR

    Sufjan Stevens: "The Ascension" (Asthmatic Kitty)

    Waxahatchee: "Saint Cloud" (Merge)

    Man kann die Musik der Amerikanerin Katie Crutchfield als Indie-Folk, aber auch als Alternative Country bezeichnen. Jedenfalls zeugt das neue Album, das auch ihren Abschied von der Alkoholsucht dokumentiert, von einem wiedergefundenen Selbstbewusstsein und mentaler Power. Dolly Parton hat eine Wiedergängerin gefunden.

    © Cover: Merge / Grafik: BR
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    Waxahatchee: "Saint Cloud" (Merge)

    Sault: "Untitled (Rise)" (Forever Living Originals)

    Das britische Soul-Funk- und Hip-Hop-Projekt versteckt sich vor der Öffentlichkeit und arbeitet dafür fleißig im Studio. Neben diesem ist 2020 noch ein weiteres Sault-Album entstanden, das ebenfalls die Eleganz der Musik mit dem Kampf der "Black Lives Matter"-Bewegung in den Texten kombiniert – das Konzept des Jahres!

    © Cover: Forever Living Originals / BR: Grafik
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    Sault: "Untitled (Rise)" (Forever Living Originals)

    Perfume Genius: "Set My Heart On Fire Immediately" (Matador)

    Der queere Amerikaner Michael Hadreas ist für mich der legitime Nachfolger von Freddie Mercury und Rufus Wainwright. Er bedient sich zeitgemäß elektronischer Mittel, um Songs zu machen, die von absoluter Dringlichkeit künden. Mein Herz wurde jedenfalls sofort entflammt.

    © Cover: Matador / Grafik: BR
    Bildrechte: Cover: Matador / Grafik: BR

    Perfume Genius: "Set My Heart On Fire Immediately" (Matador)

    Kassa Overall: "I Think I’m Good" (Brownswood)

    Eigentlich gehört der Schlagzeuger zur aktuellen New Yorker Jazz-Szene. Hier aber überschreitet er sämtliche Genre-Grenzen, um erstaunlich autonomen Funk mit Electro-Touch hervorzubringen – unerhörte Musik, die es so noch nie gab! Wer kann so etwas schon von sich behaupten?

    © Cover: Brownswood / Grafik: BR
    Bildrechte: Cover: Brownswood / Grafik: BR

    Kassa Overall: "I Think I’m Good" (Brownswood)

    Squirrel Flower: "I Was Born Swimming" (Full Time Hobby)

    Die Vorarbeit von Patti Smith und PJ Harvey scheint auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, denke ich, wenn ich das Debutalbum dieser 24-jährigen Amerikanerin höre. Heftige Gitarren können immer noch hip sein – aber nur, wenn sie von Frauen gespielt werden.

    © Cover: Full Time Hobby / Grafik: BR
    Bildrechte: Cover: Full Time Hobby / Grafik: BR

    Squirrel Flower: "I Was Born Swimming" (Full Time Hobby)

    This Is The Kit: "Off Off On" (Rough Trade)

    Mich freut, dass Joni Mitchell auch 2020 überlebt hat und: Dass die Zukunft auch ohne neue Joni-Alben gesichert ist. Denn die Britin Kate Stables schafft genau diese Mischung aus folkigen und jazzigen Anklängen für absolut zwingende Songs über wankende Beziehungskisten.

    © Cover: Rough Trade / Grafik: BR
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    This Is The Kit: "Off Off On" (Rough Trade)

    Bob Dylan: "Rough and Rowdy Ways" (Columbia)

    Mit einer Reihe von eindrucksvollen Songs bereitete der inzwischen 79-Jährige ein Album vor, dass ich ihm – zugegeben – nicht mehr zugetraut hatte. Aber wir bekommen hier noch einmal ein souveränes Statement des größten Songwriters aller Zeiten, das sich mühelos in seine Galerie von Meisterwerken einreihen lässt.

    © Cover: Columbia / Grafik: BR
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    Bob Dylan: "Rough and Rowdy Ways" (Columbia)´

    The Weeknd: "After Hours" (Republic)

    "Man darf den Mainstream nicht vergessen!", pflege ich mir immer wieder einzuhämmern. Und manchmal lohnt die Begegnung damit tatsächlich. Der kanadische R&B-Sänger Abel Tesfaye braucht meine Unterstützung nicht, aber ich seine stellenweise hinreißenden Popsongs.

    © Cover: Republic / Grafik: BR
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    The Weeknd: "After Hours" (Republic)

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