| BR24

 
 

Bild

Rami Malek bringt das Leben Freddie Mercurys mit einer Wucht auf die Leinwand, als wäre er ein Wiedergänger des Queen-Sängers.
© Fox

Autoren

Klaus Lesche
© Fox

Rami Malek bringt das Leben Freddie Mercurys mit einer Wucht auf die Leinwand, als wäre er ein Wiedergänger des Queen-Sängers.

Er quält seine Kollegen mit der „Bohemian Rhapsody“, denn Freddie Mercury wittert, dass diese überkandidelte Mini-Rockoper die Band auf eine andere Ebene hebt. Queen werden zum Spektakel, wenn Mercury mit Mikrofonständer und im Catsuit über die Bühne tobt.

Ein manchmal recht rührseliges Biopic

Alles ordnet er dem Effekt unter – auch sich selbst. Er stammt aus Sansibar, heißt eigentlich Faruk Bulsara. Kein Name mit Starqualität. Also nennt er sich Freddie Mercury und katapultiert Queen in den Rock-Olymp. Für die braven Bandkollegen gilt: Festhalten, Augen zu und auf Freddies Witterung vertrauen. Sein Band-Kollege Roger Taylor sagt über ihn: „Freddie liebte die Oper, das Ballett, den Rock’n Roll, Jimi Hendrix, Aretha Franklin, eben alles, was großartig war.“

Der Kinofilm „Bohemian Rhapsody“ gibt dem ausschweifenden Privatleben allerdings nur wenig Raum. Ein familienfreundliches Biopic, das manchmal recht rührselig wird. Was den Film dennoch – ganz in Mercurys Sinn – zum Spektakel macht, das ist der Hauptdarsteller. Rami Malek bringt Drama und Dramatik dieses Lebens mit einer Wucht auf die Leinwand, als wäre er ein Wiedergänger des homosexuellen Queen-Sängers. Und wenn irgendwann die Rolling Stones zum Spielfilm-Stoff werden, ist schon jetzt klar, wer Mick Jagger spielen muss.

Verpassen war gestern, der BR Kultur-Newsletter ist heute: Einmal die Woche mit Kultur-Sendungen und -Podcasts, aktuellen Debatten und großen Kulturdokumentationen. Hier geht's zur Anmeldung

Mehr Kino? Mit dem BR-Kino-Newsletter verpasst ihr keinen guten Film mehr!

Autoren

Klaus Lesche

Sendung

Rundschau-Magazin vom 29.10.2018 - 21:45 Uhr