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Darum geht es im Münchner Tatort "Unklare Lage" | BR24

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Der Krimi ist dieses Mal ein Thriller und er erinnert an den Amoklauf von München vor dreieinhalb Jahren. Ein neuer Fall für die Bayerischen Kommisare Batic und Leitmayer - und ein Fall für die RUNDSCHAU. Wie spielen nämlich mit!

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Darum geht es im Münchner Tatort "Unklare Lage"

Ausnahmezustand in München: Ein angeblich geplantes Attentat bringt den gesamten Polizeiapparat in Bewegung, in der Bevölkerung greift Panik um sich. Produzent Michael Polle erzählt, wie die Idee zu dem 83. Fall von Batic und Leitmayr entstand.

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Es beginnt am helllichten Tag: Bei einer Fahrkartenkontrolle im Bus fallen tödliche Schüsse. Der Täter kann fliehen, wird aber wenig später gestellt und vom SEK erschossen. Es ist ein junger Münchner namens Tom Scheuer, noch keine 20 Jahre alt. In seinem Rucksack stecken Ersatzmagazine und ein Funkgerät, das auf einen möglichen zweiten Täter hinweist. Toms älterer Bruder scheint abgetaucht zu sein, die fassungslosen Eltern wissen nicht, wo er ist. Aber gibt es überhaupt einen zweiten Täter?

Während das Einsatzteam mit allen Mitteln versucht, die unklare Lage unter Kontrolle zu bekommen, greift in München Panik um sich. Angefeuert von Medienberichten und Gerüchten, die sich blitzschnell über soziale Plattformen verbreiten, gerät die Lage zunehmend außer Kontrolle. Eine atemlose Hetzjagd durch die Stadt beginnt.

Kommentar auf Halbwahrheiten und Lügen

Die Situation, mit der die beiden Münchner Kommissare Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) in ihrem 83. Fall zurechtkommen müssen, ist extrem heutig: "Wir leben in einer Zeit von schneller Hysterie, oftmals gepaart mit der Verbreitung von nicht gesicherten Informationen, Halbwahrheiten und sogar Lügen, mit denen in vielen Teilen der Gesellschaft Stimmung gemacht wird", fasst Produzent Michael Polle das Spannungsfeld des neuen Tatorts zusammen. "In Ausnahmelagen wie jener in unserem Film ist es die Aufgabe von Polizisten und Einsatzkräften, Ruhe zu bewahren und die Sicherheit bestmöglich zu garantieren. Der Fokus liegt dabei auf der Unterscheidung von Wahrheit und Unwahrheit. Doch wie geht das, wenn auf den unterschiedlichen Kanälen teilweise wild spekuliert wird, wenn Menschen in Angst sind?"

Motiv der Tat steht nicht im Vordergrund der Ermittlungen

Deswegen geht es in "Unklare Lage" auch weniger um das Motiv der Tat. Es geht um die Ermittlungsarbeit, die in diesem Fall auch ein Wettlauf gegen die Zeit ist – und gegen die sich nahezu unkontrolliert verbreitenden Unwahrheiten, die die polizeiliche Arbeit zusätzlich erschweren. Die zentrale Frage, die Produzent Michale Polle und Drehbuchautor Holger Joos gleich zu Beginn beschäftigte, lautete demnach auch: Was geht in den Polizisten vor, wenn der Druck gleichzeitig fast unmenschlich ist? Und Regisseurin Pia Strietmann ergänzt: "Dieser Tatort ist ein Polizeifilm. Der ganze Apparat, Führungsstab, SEK, Streifenpolizisten, Bereitschaftspolizei bis hin zu den Kommissaren Batic, Leitmayr und Hammermann, sie stehen im Mittelpunkt, und sie alle sind für mich die Hauptfiguren dieser Geschichte."

Das Tempo im neuen Münchner Tatort wird also deutlich anziehen. Wie die "Unklare Lage" endet, ist am Sonntag, den 26. Januar ab 20:15 Uhr im Ersten zu sehen.

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