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Die bayerische Staatsoper in München

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    Kultur in Not! FDP, Grüne und SPD stellen Forderungen

    FDP, Grüne und SPD haben im Landtag einen 6-Punkte-Akut-Katalog für die bayerische Kunst- und Kulturszene vorgestellt. Die Forderungen gehen auf eine Sachverständigenanhörung im Dezember zurück, die im Kulturbereich auf starke Resonanz gestoßen ist.

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    Von
    • Daniel Knopp

    Bitter kalt sei es momentan nicht nur draußen, sondern auch in der Kulturszene, sagt der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Wolfgang Heubisch.

    Dauerhafte Hilfe für Solo-Selbstständige

    Deswegen müssten jetzt die Hilfen für die bayerischen Solo-Selbstständigen bis Pandemie-Ende verlängert werden. Laut FDP, Grüne und SPD muss der Freistaat bei den Solo-Selbstständigen endlich dauerhaft Farbe bekennen und dauerhafte Hilfe anbieten.

    Außerdem solle es einen Ausfall-Fonds für den Kulturbereich geben, sagt Volkmar Halbleib, kulturpolitischer Sprecher der SPD. Die Hilfen seien bisher sehr verzögert angekommen, resümiert Halbleib. Darum sei es wichtig, die privat nicht mehr mögliche Risiko-Absicherung durch staatliche Notfall-Ausfall-Fonds auszugleichen.

    Notbetrieb ohne Deckelung ermöglichen

    Bei der Wiedereröffnung der Kultureinrichtungen dürfe es keine generellen Deckelungen der Publikumsgröße mehr geben, sagt Sanne Kurz von den Grünen. Der bayerische Sonderweg der pauschalen Deckelung der Publikums-Größe unabhängig von der Raumgröße sei ein Irrweg gewesen, erklärten FDP, Grüne und SPD bei ihrer heutigen Pressekonferenz im Bayerischen Landtag.

    Die aus Steuermittel finanzierten, wissenschaftlich begleiteten Kultur-Pilotprojekte sprechen laut Sanne Kurz eine klare Sprache. FDP, Grüne und SPD fordern deswegen, dass Raumgröße und Luftfilteranlagen bei der Festsetzung der Personenzahl zukünftig eine Rolle spielen müssen.

    Kontaktlose Bibliotheken wieder öffnen

    Längst müssten auch kontaktlose Bibliotheken wieder geöffnet werden. So könne es nicht sein, dass man bei Ikea Click and Collekt machen dürfe, bei seiner eigenen Stadtbücherei dies aber nicht möglich sei, so die Sprecherin für Film und Kultur der Grünen Sanne Kurz.

    Kunstminister Bernd Sibler: "Wir bemühen uns mit aller Kraft!"

    Bayerns Kunstminister Bernd Sibler zieht eine ganz andere Bilanz: Die Programme würden gut angenommen, so Sibler in einer Pressemitteilung. Gut angenommen werde auch das zum 1. Juli 2020 angelaufene Spielstätten- und Veranstalterprogramm.

    Inzwischen konnten laut Kunstministerium 111 Anträge bewilligt und rund 7,2 Millionen Euro ausbezahlt werden. Das Programm sei Mitte November 2020 bis 31. Juni 2021 verlängert und zudem dahingehend erweitert worden, dass auch Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte antragsberechtigt sind.

    Hilfsprogramm für die Laienmusik verzeichnet über 2.000 Anträge

    Auch das Hilfsprogramm für die Laienmusik, das ebenfalls am 1. Juli 2020 gestartet ist, wurde laut Kunstminister Sibler bis 30. Juni 2021 verlängert. Im Jahr 2020 seien knapp 2.250 Anträge gestellt und die Laienmusikvereine mit einer Fördersumme von rund 2,73 Millionen Euro unterstützt worden.

    Antragsberechtigt sind laut Kunstministerium alle gemeinnützigen Laienmusikvereine, die Mitglied in einem der 22 Dachverbände in Bayern sind.

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