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© Matthias Horn/Salzburger Festspiele
Bildrechte: Matthias Horn/Salzburger Festspiele

"Jedermann" in Salzburg.

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    Corona beim "Jedermann": Ab jetzt Maskenpflicht in Salzburg

    Nach der Premiere des "Spiels vom Sterben des reichen Mannes" wurde ein vollständig geimpfter Besucher positiv getestet. 44 Kontaktpersonen wurden ermittelt. Die Folge: Auch bei den Festspielen muss ab sofort FFP-2-Mundschutz getragen werden.

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    Von
    • Peter Jungblut

    Schock für die gerade eröffneten Salzburger Festspiele: Einer Pressemitteilung zufolge wurde eine Person, die vorgestern die "Jedermann"-Premiere besucht hatte, positiv getestet, obwohl sie zwei Mal geimpft, also "voll immunisiert" war. "Umfelduntersuchungen" seien durchgeführt worden, so die Verantwortlichen, und "aufgrund der im Präventionskonzept der Salzburger Festspiele vorgesehenen Personalisierung der Eintrittskarten" den Behörden die Daten der 44 Kontaktpersonen bekannt gegeben worden: "Das Contact-Tracing ist in vollem Gange." Die entsprechenden rechtlichen Vorschriften und die Maßnahmen des Präventionskonzeptes seien "vollumfänglich umgesetzt" worden.

    "Präventionskonzept wird angepasst"

    Weiter heißt es in der Stellungnahme des kaufmännischen Geschäftsführers Lukas Crepaz: "Gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde und dem Expertenbeirat haben wir aufgrund dieses bedauerlichen Falles entschieden, dass wir nun die vorgesehene nächste Sicherheitsstufe des Präventionskonzeptes umsetzen werden: Ab morgen ist das Tragen der FFP2-Maske für jede Besucherin und jeden Besucher in allen Spielstätten verpflichtend." Das Präventionskonzept werde weiterhin den Entwicklungen der Pandemie angepasst.

    © Salzburger Festspiele/Anne Zeuner
    Bildrechte: Salzburger Festspiele/Anne Zeuner

    Nur noch mit Maske: Besucherin in Salzburg.

    Noch vor kurzem hatten die Festspiele sich zuversichtlich gezeigt, "keine Kapazitätsbeschränkungen" einhalten zu müssen: "Wir freuen uns sehr, die Jubiläumsfeierlichkeiten der Salzburger Festspiele in diesem Jahr ohne große Einschränkungen fortführen zu können. Wir konnten im letzten Jahr beweisen, dass sich auch in Zeiten der Pandemie sichere Festspiele durchführen lassen und sind sehr zuversichtlich, dass dies auch in diesem Jahr gelingen wird", so Crepaz.

    In Bregenz sind 80 Prozent der Sitzplätze verkauft

    Der Vorgang wirft einen Schatten nicht nur auf die Salzburger Festspiele, die auch im vergangenen Jahr stattgefunden hatten und dabei stolz darauf waren, dass es keinen einzigen Corona-Fall im Publikum gegeben hatte. Diesmal scheint das anders zu sein, und zwar sogar bei einem Geimpften. Das dürfte viele Zuschauer verunsichern, müssen sie doch fürchten, nach einer Aufführung an die Gesundheitsämter gemeldet zu werden, wenn sie zufällig in der Nähe eines Infizierten saßen.

    Bisher herrschten in Österreichs Theatern sehr lockere Umgangsformen, was die Pandemie betrifft. Es galt die "3G"-Regel. Geimpfte, Getestete und Genesene mussten sich an den Eingängen entsprechend ausweisen, hinter den Sicherheitsschleusen jedoch waren zum Beispiel bei den Lehár-Festspielen in Bad Ischl am vergangenen Wochenende keine Masken nötig und es wurden auch keine Sitz-Abstände eingehalten. Auch auf der riesigen Seebühne bei den Bregenzer Festspielen, die am Mittwoch beginnen, werden alle Plätze zum Kauf angeboten. Rund 80 Prozent der zur Verfügung stehenden 192.000 "Rigoletto"-Tickets seien gebucht, teilten die Festspiele am Montag mit.

    Bayreuth bietet mobile Toiletten an

    In Bayreuth, wo die Festspiele am kommenden Sonntag beginnen, wird jeder zweite Platz besetzt, so dass rund 900 Zuschauer zugelassen sind. Allerdings sind die Garderoben ebenso geschlossen wie die Toilettenanlagen, und der Aufenthalt im Festspielhaus ist während der Pausen ebenso wenig gestattet wie Sitzkissen, Regenschirme, Getränkeflaschen oder Handtaschen mitzubringen, die ein Din A4-Format übersteigen. Vor dem Gebäude wurden "ausreichend" mobile WCs aufgestellt. Es gilt die "3G"-Regel mit Maskenpflicht.