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Wie geht es weiter auf dem Buchmarkt? Wird sich die Branche bald erholen?

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    Buchbranche zwischen "Katastrophenzahl" und Hoffnung

    Die Corona-Pandemie hat auch die Buchbranche hart getroffen: Der Umsatz geht deutlich zurück, Lesungen mit Publikum waren lange undenkbar. Die Branche hofft jetzt auf einen Neuanfang.

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    • BR24 Kultur

    Es war ein schwieriger Start ins Jahr 2021 für die Buchbranche: Der Lockdown, der auch die Buchläden betroffen hat, hat nach Angaben des Börsenvereins zu deutlichen Umsatzeinbußen geführt. Und auch die Aufmerksamkeit, die sonst im Frühjahr die Leipziger Buchmesse dem Buch verschafft, fällt wieder aus: Wie schon 2020 wurde die Buchmesse abgesagt.

    Bis einschließlich April habe der Sortimentsbuchhandel ein Minus von 30 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorkrisenjahr 2019 hinnehmen müssen, teilte die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, mit, das sei eine "Katastrophenzahl". Mehr als die Hälfte aller Bücher werde in Deutschland nach wie vor über den stationären Handel verkauft. Über alle Vertriebswege hinweg habe sich das Umsatzminus auf acht Prozent summiert.

    Buchbranche braucht jede Aufmerksamkeit

    Die Buchbranche brauche daher jede Aufmerksamkeit, sagte Schmidt-Friderichs. Einen kleinen Ersatz für die abgesagte Buchmesse soll eine Sonderausgabe des Lesefestes "Leipzig liest" bieten: Rund 400 Veranstaltungen stehen bis zum Sonntag auf dem Programm. Die meisten sind Online-Runden, aber zu knapp 100 davon soll auch Publikum zugelassen werden. Autoren wie Christoph Hein oder Sebastian Fitzek werden in Leipzig sein. "Ganz viele Menschen hoffen, dass das der Neuanfang ist", sagte Schmidt-Friderichs. So wie sie Leipzig kenne, werde es "Leipzig liest extra" gelingen, etwas Optimismus zu versprühen.

    Die Leipziger Messe hat dafür gekämpft, ihre Bücherschau heuer stattfinden zu lassen und den Termin im März dafür extra auf Ende Mai verlegt. Doch im Januar stand fest, dass das nicht zu realisieren sein würde. Es war nach der Absage 2020 und der Digital-Ausgabe der Frankfurter Buchmesse im vorigen Herbst das dritte Mal, dass eine große Bücherschau mit Publikum ausfallen musste.

    Für 2022 Leipziger Buchmesse angekündigt

    Buchmesse-Direktor Oliver Zille gab sich dennoch zuversichtlich. Es gebe eine sehr positive Grundstimmung in der Branche, "die wir in den nächsten Tagen transportieren wollen", sagte er. Zudem schlug Zille auch schon den Bogen ins nächste Jahr: 2022 werde es vom 17. bis 20. März wieder eine Leipziger Buchmesse geben.

    Aufmerksamkeit auf das Buch werden in den nächsten Tagen neben Lesungen und Diskussionsrunden auch verschiedene Preisverleihungen ziehen: Heute Abend etwa steht die Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung an László Földényi für das Jahr 2020 und Johny Pitts für 2021 an. Am Freitag wird der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen.

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