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Bayern stockt "kulturellen Rettungsschirm" auf | BR24

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Söder mit Gerlach und Sibler

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Bayern stockt "kulturellen Rettungsschirm" auf

Nach Hilferufen aus der Kultur erhöht Bayern den "kulturellen Rettungsschirm" auf 200 Millionen Euro. Erste Open-Air-Veranstaltungen sollen wohl nach Pfingsten möglich sein, einen konkreten Zeitplan gibt es nicht. Alles Wichtige im Ticker.

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12.34 Uhr: Grünen-Kritik an schleppender Hilfe für Künstler

Der Kultur-Experte der Grünen im Bundestag, Erhard Grundl aus Straubing, kritisierte die schleppende Umsetzung der Hilfen für Künstler in Bayern. Ministerpräsident Söders erneute Ankündigung, den Menschen im Kulturbereich zu helfen, komme spät und laufe Gefahr, sich rasch als Fata Morgana zu entpuppen, sagte er dem BR. Bis heute sei das Versprechen vom 20. April, Kulturschaffenden zu helfen, nicht umgesetzt. "Während in anderen Bundesländern zum wirksamen und klaren Mittel des 'Unternehmerlohns' gegriffen wurde, dadurch Unterstützung auch für Kulturschaffende schon längst auf den Weg gebracht wurde, gefällt sich der bayerische MP darin, medialen Wirbel zu machen." Die Menschen in der Kreativwirtschaft brauchten Geld im Geldbeutel jetzt - "nicht Lob, Versprechen und Ankündigungen".

12.07 Uhr: Nürnberger Symphoniker sehen "Licht am Ende des Tunnels"

Die Nürnberger Symphoniker sehen sich durch die Aussagen von Kunstmnister Sibler ermutigt. Intendant Lucius A. Hemmer sagte dem BR, es gebe bereits Pläne für Open-Air-Konzerte im Serenadenhof. Da Sibler solche Konzerte als denkbar bezeichnete, ist dem Intendanten zufolge nun wieder "Licht am Ende des Tunnels" zu sehen. Statt 800 Menschen könnten im Serenadenhof unter Beachtung der Abstandsregeln 200 bis 250 Menschen sitzen. Die Musikerinnen und Musiker lechzten danach, dass sie das wieder spielen dürften, sagte Hemmer. Wenn die Proben nach den Pfingstferien wieder beginnen könnten, seien erste Open-Air-Konzerte Ende Juni möglich.

11.50 Uhr: Söder: "Wir lassen Kunst und Kultur nicht allein"

Wie schon in der Pressekonferenz bezeichnete Söder auch auf Twitter die Kulturszene als "emotionale Seele" des Landes, die erhalten werden müsse. "Bayern ist ein Kulturland. Wie lassen Kunst und Kultur nicht allein", schrieb der Ministerpräsident.

10.51 Uhr: Open-Air der Nürnberger Symphoniker denkbar

Open-Air-Veranstaltungen wie die Konzerte der Nürnberger Symphoniker im Park mit großen Abständen sind laut Kunstminister Sibler denkbar. Allerdings gelte: Je mehr Menschen, desto genauer müsse man die Konzepte prüfen. Ministerpräsident Söder ergänzte, Events wie "Rock im Park" seien dagegen aktuell nicht gemeint, wenn von Open-Air-Veranstaltungen gesprochen werde.

10.42 Uhr: Abstufung bei Neustart von Kulturveranstaltungen

In der Kultur wird es nach Angaben Söders eine Abstufung geben: Ein Rockkonzert werde beispielsweise deutlich später möglich sein als eine Aufführung der Oper "Don Carlos".

10.40 Uhr: "Kirche ist ein gutes Beispiel"

Laut Söder sollen auch Kulturveranstaltungen im Freistaat bald wieder starten. Wenn Fußball und Gastronomie ermöglicht würden, müsse auch Kultur möglich sein, betonte er. Er könne sich vorstellen, vor Pfingsten einen Zeitplan zu entwickeln und nach Pfingsten "erste Wege zu beschreiten". Zu den Hygienekonzepten sagte er: "Kirche ist ein gutes Beispiel."

10.35 Uhr: Bayern will sich an Ausfallfonds beteiligen

Bayern ist laut Digitalministerin Judith Gerlach bereit, sich mit 5 Millionen Euro an einem bundesweiten Ausfallfonds für künftige Kino-Produktionen beteiligen. Das Geld ist demnach für Filmproduktionen vorgesehen, die zwar geplant, wegen der Corona-Krise nun aber nicht realisierbar sind. Denn die Kinos bräuchten nicht nur die Möglichkeit, wieder zu öffnen, sondern auch "attraktive Filme", wie Gerlach betonte. Für Kinos forderte sie ein bundesweit einheitliches Vorgehen - und einheitliche Filmstarts.

10.28 Uhr: Sibler will erste kleine Veranstaltungen um Pfingsten

Kunstminister Sibler hat als ein Ziel genannt, dass bereits nach den Pfingstferien kleinere Veranstaltungen starten könnten, insbesondere "kleinere" Open-Air-Events. Ein genaues Datum nannte er aber nicht. Die letztliche Entscheidung liege bei den Ministerpräsidenten.

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Der Bayerische Kunstminister Bernd Sibler kündigt an, bereits nach Pfingsten langsam wieder mit Kulturveranstaltungen, dann vor allem Open Air, starten zu wollen.

10.26 Uhr: Entscheidungen wohl am 20. Mai

Laut Kunstminister Sibler ist es eindeutig Zeit für einen Neustart in Kunst und Kultur. Musiker und Schauspieler wollten wieder auf die Bühnen. Deswegen habe er als Vorsitzender der Kultusministerkonferenz ein Konzept entwickelt, das der Bundeskanzlerin vorgelegt und von den Ministerpräsidenten am 20. Mai beraten werden solle.

10.16 Uhr: Söder will "nicht an der Kultur sparen"

Söder stellte klar: "Selbst in der Krise werden wir an der Kultur nicht sparen." Kultur sei angesichts von Fake News und Verschwörungstheorien "systemrelevant" und "gesellschaftsstärkend". Steuererhöhungen schloss Söder erneut aus.

10.13 Uhr: Perspektiven für Spielstätten "nach Pfingsten"

Einen konkreten Termin, wann Theater und Kinos wieder aufmachen können, nannte Söder zunächst nicht. Er sprach von Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten. Ein Großteil der Spielstätten werde aber wohl erst im Sommer oder Herbst wieder starten können. Die Hygieneregeln könnten dabei ähnlich aussehen wie aktuell in den Kirchen, sagte Söder. Auch bei Kulturveranstaltungen gelte der Grundsatz: "Besonnenheit und Vorsicht."

10.10 Uhr: "Kultureller Rettungsschirm" wird aufgestockt

Der "kulturelle Rettungsschirm" in Bayern wird laut Ministerpräsident Söder von 90 Millionen Euro auf rund 200 Millionen Euro erhöht. Neben den Künstlern, die in die Künstlersozialkasse einzahlen, sollen auch weitere Kreative Anspruch auf Unterstützung bekommen. Dazu zählen dem Ministerpräsidenten zufolge auch freiberufliche Journalisten. Techniker, Maskenbildner und Kameraleute sollen laut Söder ebenfalls profitieren. Damit steige der Kreis der Berechtigten im Freistaat von 30.000 auf 60.000 Menschen.

Zudem sollten 700 kleinere und mittlere Theater sowie 260 Kinos in Bayern eine finanzielle Unterstützung erhalten. Hierfür stehen laut Söder insgesamt 50 Millionen Euro bereit. Auch die Laienmusik werde Geld bekommen, Chöre und andere Gruppen können laut Söder jeweils mit circa 1.000 Euro rechnen.

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Ministerpräsident Söder hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz weitere finanzielle Unterstützung für die bayerische Kulturszene angekündigt.

10.06 Uhr: Söder betont Bedeutung der Kultur

Der Ministerpräsident hebt die Bedeutung der Kultur hervor. Kultur sei nötig in dieser Zeit, um Mut zu machen, Inspiration zu setzen. Das Engagement der Künstler sei wertvoll gegen diejenigen, die versuchten, das "Rad der Geschichte zurückzudrehen".

10.04 Uhr: Söder sieht Bayern in Corona-Krise auf gutem Weg

Bayern hat laut Ministerpräsident Söder in der Corona-Krise großes Glück gehabt - die Gefahr sei sehr groß gewesen, sagte er zu Beginn der Pressekonferenz. Die gute Lage sei gemeinsam erarbeitet worden. Heute sei der Freistaat auf einem sehr guten Weg. Man dürfe aber nicht unbesonnen werden. Einmal mehr warnte Söder vor einem Rückfall.

9.27 Uhr: Minister Sibler verspricht Unterstützung

Kunstminister Bernd Sibler sichert Künstlern und Kultureinrichtungen die Unterstützung des Freistaats zu. "Kunst und Kultur sind in diesen schwierigen Zeiten ein Anker. Sie nehmen angesichts der Einschränkungen eine sinnstiftende und verbindende Funktion ein", sagte der CSU-Politiker dem BR. "Bayern ist sich als Kulturstaat seiner besonderen Verantwortung für die Kunstschaffenden bewusst." Deshalb unterstütze der Freistaat seine Künstler nach Kräften. Allein für das Künstlerhilfsprogramm "nehmen wir 90 Million Euro in die Hand, um ihnen unbürokratisch zu helfen".

9.14 Uhr: SPD pocht auf klare Vorgaben

Der SPD-Kulturexperte im Landtag, Volkmar Halbleib, verlangt von der Staatsregierung klare und praktische Vorgaben, unter welchen Bedingungen die Kultureinrichtungen in Bayern ihren Betrieb wieder aufnehmen können. "Nachdem nun viele Bereiche des öffentlichen Lebens wieder geöffnet sind, wird es Zeit, dass auch Theater, Konzerthäuser, private Bühnen, Tournee- und Gastspielbühnen wieder bespielt werden.

Darauf warten viele Menschen sehnsüchtig", betonte Halbleib. Die Verantwortlichen vieler Einrichtungen hätten bereits gute Konzepte erarbeitet, wie die Gesundheit von Mitarbeitenden und Publikum geschützt werden könne. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen benötigen Theater und Veranstalter wochenlange Vorlaufzeiten, daher ist es wichtig, dass sie jetzt klare Rahmenbedingungen erhalten."

8.52 Uhr: "Perspektiven" für die Kulturszene

Hoffnungen auf eine rasche Öffnung von Theatern, Opernhäusern, Clubs und Konzerthallen dämpfte Kunstminister Bernd Sibler zuletzt. Vergangene Woche sprach der CSU-Politiker von einem schweren Sommer für Theater- und Konzertveranstalter gesprochen. Man richte alle Planungen darauf aus, zur neuen Spielzeit im Herbst zu beginnen. Bei der Pressekonferenz sollten der Kulturszene nun "Perspektiven aufgezeigt werden", hieß es aus dem Ministerium.

Neben möglichen weiteren finanziellen Hilfen für Theater, Kinos und Konzertveranstalter dürfte es auch um Hygienekonzepte gehen: Welche Abstände braucht es in Sälen? Wie muss der Einlass geregelt werden? Ab wann sind Veranstaltungen unter freiem Himmel wieder erlaubt? Als Vorsitzender der vor eineinhalb Jahren ins Leben gerufenen bundesweiten Kulturministerkonferenz will Kunstminister Sibler die bayerischen Eckpunkte auch als Grundlage für die Bund-Länder-Gespräche einbringen.

8.45 Uhr: Neues Kunstprogramm

Söder wird dabei laut Kunstministerium unter anderem "ein weiteres Kulturprogramm" vorstellen. Ziel sei es, den Empfängerkreis von Förderungen noch einmal zu erweitern. Bisher gibt es laut Ministerium drei Programme, von denen Künstler und Kultureinrichtungen profitieren können: Die Soforthilfe Corona des bayerischen Wirtschaftsministerium für "Künstler mit eigener Betriebsstätte" (9.000 bis 50.000 Euro), das Künstlerhilfsprogramm des Kunstministeriums für "soloselbständige Künstlerinnen und Künstler ohne eigene Betriebsstätte" (bis 3.000 Euro) sowie Fördermaßnahmen für nichtstaatliche Kultureinrichtungen.

Insbesondere am Künstlerhilfsprogramm gibt es aber viel Kritik: Zum einen ist nach wie vor das Antragsformular nicht aufrufbar, außerdem beklagen Verbände, dass viele Kreative durchs Raster fallen.

8.32 Uhr: Kunst- und Kulturszene wartet auf Perspektiven

Die Ungeduld in der Kunst- und Kulturszene wird immer größer: Während alle Geschäfte wieder offen haben und Restaurants, Hotels sowie Freizeitparks bald wieder starten dürfen fehlt es für Theater, Kinos, Musiker, Kabarettisten und Kulturveranstalter weiter an einer Perspektive. Mehrere Häuser, darunter das Münchner Volkstheater mit seinem Intendanten Christian Stückl, haben bereits Vorschläge gemacht, wie der Bühnenbetrieb trotz Corona wieder aufgenommen werden könnte.

Mit Spannung erwartet die Branche daher die für 10 Uhr angesetzte Pressekonferenz: Laut Staatskanzlei wird Ministerpräsident Markus Söder zusammen mit Kunstminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach (alle CSU) über den "Themenbereich Kunst und Kultur" informieren.

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Die bayerische Ministerin für Digitales, Judith Gerlach, will sich für eine einheitliche Wiedereröffnung der Kinos einsetzen. Neue Filme würden nur starten, wenn sie bundesweit gezeigt werden können.

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